Das als schönster Farbfilm 1946 in Cannes preisgekrönte Werk der ,,Mosfilm" "Die steinerne Blume" ist jetzt in Hamburg (Harvestehuder Lichtspiele) zu sehen. Ein Märchen vom Ural, das in echt russischer starker Einfühlung in die Welt des Kindes die Geheimnisse des Waldes und die stei-"lernen Schätze der Zauberprinzessin des Kupferberges in ein Wundermeer herrlicher Farben taucht, Es ist die zarte Geschichte des jungen Malachit-Schleifers, der bei der Fee im Kupferberg die Seele der Steine kennenlernen will und wegen seiner Treue von ihr reich belohnt wird.

Schon? alte Volkstrachten, eine Bauernhochzeit mit feurigen Tänzen und die schillernde Menge der Kristalle und Halbedelsteine erhöhen den Farbenrausch dieses technisch meisterhaften Films, den die Regie Alexander Ptuschkos mit anmutigen Tricks, sehr viel Stimmung und im Märchen zweifellos erlaubtem süßem Kitsch liebevoll ausgemalt hat. Aber bei aller köstlichen Buntheit: die selbst in diesem Märchen nicht fehlende dicke sozialistische Tendenz ist. störende Schwarzweißmalerei. lobenswert sparsam im Dialog, gibt es für Kinderaugen herrlich viel zu sehen, Das eilige Großstadtpublikum allerdings schien sich manchmal zu langweilen. Erika Müller