Im ersten Quartal 1948 wird auf britische Veranlassung die Doppelzone 100 000 t Schrott nach Großbritannien exportieren. Für diese Ausfuhren ist ein Preis von 6/10 -£(26 Doller) je t zugestanden worden. Der Weltmarktpreis liegt bei 43Dollar je tt, Die deutsche Stahlindustrie ist der Ansicht, daß diese Exporte eine Schmälerung der Rohstoffbasis der deutschen Stahlwerke darstellen. so daß das für 1948 gesteckte Produktionsziel in der Doppelzone von 4,8 Mill. t Rohstahl gefährdet erscheint.

Die Demontagebesprechungen in Düsseldorf werden am 8. Januar mit einer Diskussion über den zeitlichen Ablauf der Demontage fortgesetzt.

Nach Beendigung der zweiten Care-Paket-Aktion ist die Kohlenförderung des Ruhrgebiets auf 260.000 t gesunken. – Die Steinkohlenförderung der britischen Zone lag. 1947 mit 71,09 Mill. t 31,5 v. H. über der Förderung von 1946 mit 53,97 Mill. t. – Bipartite Economic Control Group befürchtet Arbeitseinstellungen in den Kohlengruben, wenn sich die Grubenholzlage weiterhin verschlechtert.

Die Rohstahlerzeugung der britischen Zone wird für 1947 auf 2,7 Mill. t gegenüber 2,3 Mill. t 1946 geschätzt. An Roheisen sind 1,93 (1,87) Mill t und an Walzwerkfertigerzeugnissen 1,9 (l,8) Mill. t erzeugt worden. Für 1948 erhofft man eine Produktion von 4,8 Mill. t Rohstahl. Voraussetzung hierzu ist jedoch das Ausnutzen von Schrott als Grundstoff, die Einfuhr von 2,15 Mill. t Auslandserzen, die Befreiung der Salzgitterwerke von der Demontage sowie eine gesicherte Kohlen-, Gas- und Stromversorgung der Hütten- und Stahlwerke.

Deutsche Betriebe mit aktiver Auslandskapitalbeteiligung sind nach einer Bekanntmachung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt von der Reparationsdemontage zu befreien. Begründete Einsprüche sind an Dr. Budde, Bad Godesberg, zu richten.

Die JElA-Zweigstellen in der US-Zone nehmen ab sofort wieder Verträge für Pfund-Rechnung zur Genehmigung an.

Für das erste Quartal 1948 stehen der Doppelzone für Rohstoffeinfuhren 60 Mill. $ zur Verfügung, wie Frhr. v. Maltzan, der Leiter des Amtes für Außenhandel in der Zweizonenverwaltung für Wirtschaft erklärte. Die Überleitung der Ein- und Ausfuhr auf deutsche Stellen sei in Kürze zu erwarten.