Die in der Demontageliste vom Oktober aufgeführten Betriebe sollen ab 1. Februar 1948 abgebaut werden. Begonnen wird mit Werken, die gegenwärtig stilliegen, kein Permit haben, ohne Permit arbeiten oder deren Betriebserlaubnis in Kurze abläuft. Die Demontagen stilliegender Betriebe können jedoch nur durchgeführt werden, wenn hierfür Kräfte aus dem laufenden Arbeitsprozeß produzierender Unternehmen abgezogen werden.

Die Transportabteilung des Zweimächtekontrollamtes erteilt auf Antrag an die zuständigen deutschen Transportbehörden Lizenzen an deutsche Speditionsfirmen der Doppelzone zur Teilnahme am internationalen Güterverkehr. In Zukunft können daher lizenzierte deutsche Firmen Transporte für ausländische Geschäftshäuser auf dem Land und Seewege übernehmen. Die Bezahlung erfolgt nach den Umrechnungskursen für die heimischen Währungen der ausländischen Geschäftspartner.

Neun neue Aktiengesellschaften mit dem übheben Leihkapital von 100 000 RM sind im Rahmen der Konzernentflechtung vorgesehen. Es ist beabsichtigt, erstmalig auch Werke der westdeutschen Röhrenindustrie in die Entflechtungsaktion einzubeziehen (Pönsgen. Düsseldorf-Lierenfeld, und Thyssen. Mülheim/Ruhr).

Von amtlicher saarländischer Seite wird erklärt, daß das am 1. Januar 1948 in Kraft getretene Kohlenabkommen zwischen den USA, Großbritannien und Frankreich nur eine Verlängerung des alten Abkommens, darstelle. Wenn die tägliche Ruhrkohlenförderung 440 000 t erreichen sollte, ist eine Exportmengevon 30 H. vorgesehen. Jedoch ist für diesen Fall das Saarland nicht mehr unter den Exportlieferanten genannt, während sonst seine Kohlen bei dem Verteilungskoeffizienten der jetzigen Tagesförderung eingerechnet sind. Inzwischen sind zwischen Paris und Saarbrücken Verhandlungen angelaufen, um die Frage der Kohlenkontingentierung für das Saarland zu regeln, falls die Ruhr 440 000 Tagestonnen erzeugt, bevor die offizielle wirtschaftliche Angliederung des Saarlandes erfolgt ist.

Die Saarmark sowie deutsches Hartgeld sind ab 1. Januar 1948 außer Kurs gesetzt worden. Saarmarkscheine können jedoch weiterhin gegen französische Geldscheine zum Kurs von 20 ffrs für 1 RM getauscht werden.

Bei der Industrie- und Handelskammer Frankfurt sind bisher von 2400 Firmen der Ostzone und Berlins Anträge auf Gewährung des Niederlassungsrechtes gestellt worden. 145 Anträge, meist von Firmen der Pelz- und Textilbranche, sind genehmigt worden.

In der Eisenbewirtschaftung sind ab sofort Eisen- und Bestellschecks mit durchlaufenden Nummern eingeführt worden. Am 14. Januar 1948 haben die nichtnumerierten Schecks ihre Gültigkeitverloren. – Kleinschecks sind weiterhin unnumeriert und bleiben daher gültig.