- täglichen überschreitet, wie jetzt bei uns, janr kann man sich "bei der Wahl det Mittel zu irwet Bekämpfung nicht an die überlieferten Normen halten. Damit ist der Maßstab für die Bsmteilung des Gesetzes gegeben, das der Wirtechaftsrät in der vonge n Woche beschloß und das ei, den Ausnahmefall schon im Titel charakterisierend ein "Nothilfegesetz zur Ermittlung, Erfassvng und Veiteflung von Leblsiatttelbeständea geaannt hat.

E? w re billig, dem gefühlsmäßigen Abwektbduifnis nachzugeben, das wena e schon nicht die Hingabe einer so großen, Last verhindern kann welligsten ia der Feststellung einer fremden Scjiuld Eine solche Schuld liegt zweifellos vor. Sie ist zum Teil durch die Unzulänglichkeit unserer Veswal>ng bed ngt der bizpnalen wie der regionalen, zum Teil durch die uns von den Alliierten auferlegten Lebensbedinguagen: die Abtrennung der Ostpiovinzen, das Hineinpressen von Mülkmea Flüchtlingen m einen ohnehin zu dicht besiedelten Rium den Aufschub der Geldreform, ohne dte es ketftert normalen Güteraustausch gebeu kann, und durch andere Grunde, die aus den eine Einigung t>bez die" deutscfe jPräge verhfndernden Gegen6<itzen zwischen den Siegetmächtep kommen, fii der Defette der Plenarsitzung wurde viel über diese bc dersetige Schuld gesprochen S 1 ist das sollte.

ch Jtdei vor Augen halten bevor et "über dea chcihalt urteilt — auch eine allgemeine Schuld ae grobe Teile der Bevölkerung tnfit. Kaum je sind Selbstsucht und Mangel ghchet Solidarität so hemmungslos hervorgetr eten wie gerade in dieser Notzeit Wir sind es den schlecht Weggekommene schuldig sie — weanes nicht anders geht auch cmdi brutale Eingfifte in die Hausnerrenrecht det Hat Lebensmitteln besser Versorgten — voi dem Zugrundegehen zu schützen. Das Wort ,My house k- my castle" verliert seine moralische Bej eäitif ttg wenn der Nachbar, der ohne persönliche Sdimd aus Haus na- Heimat vertrieben wutde B cht weiß, wohin er ein Haupt legen soll, und d e getülite Speisekammer 4st asozial, wenn, neben au K nder verhungern. Man kann über die Zwei inafi gkeit eines 44 Miilroneo fotaaüäte rer brausenden VffjiStteA and seine technische Durchtölirbäfkeii verschiedener Auffassung sein nicht aber über <he moralische Berechtigung des Überprulungsansprucbs. GewJ werde n Härten und Ungerechtigkeiten vorkommen, wie sie bei einer , solchen Massenaktion kaum vermeidbar sind. Mancher Besitzer eines kleinen, mühsam erworbenen Vorra t& wird sich vielleicht benachteiligt tuhlen Gerade auf ihn soll aber bei der Durchführung des Gesetzes besondere Rücksicht ge.

CNe Partelen liafietfaage teöeinanil u da Gesetz gerungen. Tagelang saaes so smet als wollte sich hier und dort parteipolitischer Egoismus 4er durch die Umstände gebotenen Verantwortung entziehen Hinter den Kulissen war schon das Wort von den "Prirekebergern" zu hören, du: nicht Ihr Pflicht gegen die Nation erfüllen wollten. Es ist ein anerkennenswerter Beweis demokratisch parlamentarischen Verantwortungsbewußtseins, dal das Haus dann doch fast einmütig (nur ein paar Kommunisten waren dafegen) für das Gesetz gestimmt bat. Die danach aus ändere. Munde kommende Kritik hatt doch wohl, eiaen peinlich demagogischen Beigeschmack fra Wiftsehahsrat war auch folgendes zu be4enken: Unseie Ernährungskrise kann mir mit Hufe des Auslandes gemeistert werden, da Ausland aber, unseren eigenen Anstrengunges fegemuijer mißtrauisch. Von mehreren Stellen der esatzungsmächte wurden in diesen Tagen Zahlen p"b!l;rert dk"das Treiben der Sdiwarziiändler in einer riii d e Forrfemiaf ausländisdi HilfsberejtSchaft sehi nachteiligen Weise beleuchteten, Es ist dahet notwendig, daß wo eyiea übereeugeudeit . Beweis für unsere bis an dir Örenze des Zumut baren gehende SelbsthilfebereftsdtaÄ eben. Wenn ßsn jeder Deutsche, sozusagen" auf dea Kopf gesteJt wird, so daß ihm die letzten Lebensrnittel aas den Taschen herausfallen", wie sich Schlaag Sdbonnigen ausdrückte, und dann hoch immer eitt unr leben bedrohender Mangel bleibt, der nicht atsdei s durch auswärtige Hilfe behoben werden kann: jdaan haben wir eine psychologische Grundlage für tanser Begehren an die Besatzungswächte geschaffen, wie sie, zur Zeit noch nicht feesteht. Das also ist (wen fegdenken.

Freilich sjßte man die Angelegenheit draußen etwa nur tn%r charitativ humanitären Gesichtepunkten sehen jChäefische Verhältnisse in- Westdeutschland zu vermelden, wt ein gesamtenrapaisches, mehr noch ein Interesse der ganzen wettÜcfaen Welt die durch eia gesundes Deutschland gestärkt, ein krankes infiziert öad geschwächt wird. Se handelt sich also auch um inea sehr unsentiimentalen politkch wirtschaftHcfeir Tatbestand. piaa kannihn nicht noch länger mit unzureichende! fnergie behandeln. Außenminister Bevin h e mit" Wer Deutlichkeit ausgesprochen: Westeuropa mußPgchste Anstrengttngea machen, wenn es "niAf in Ptonftcht und Wirrwarr abgleiten oll Wir haben 1 toiser Teil auf uns genommen und wollen es, ßoweit unsere Kraft reicht, tragen. Aber es ist, um te weiteres Wort aus der Debatte über das Notkilregeset? zu gebrauchen, unser- "letztes Mittel | f dem Bodea der Gesetzlichkeit Ordnuwg in dfe P;nge zu bringen". Das soDte man im Ausland pedeiiken.