leit feinem26 lebenjalii gebort Giilstma ÄceHerdem Dänis chen Reitlistag an. Noch War er Mitglied der Konservfltivea Partei, die er geraume Zeit erber leitete. Als Hitler Dänemark becetzte, wußte er von seinem Posten als Haadelsminister zarü cktret?n; dann wurde dieser kompromißlose Nazigegner auch aus dem Parlament verjagt. Mit fähigen Männern, Politikern aller RJdjtungen, gründete er die dlnische Widerstandsfr ont, die irielleidit die bestorganisierte Europa war. Von der Gestapo verfolgt, entkam er mit knapper Not nadi England. In London. sitzender des Dairish Coapcil war wurde er mit Recht k Botschafter des dänischen Volkes und Verbindungsmann zufc Widertandsfron t betrachtet Ihm ist es zu verdanken, daß Dänemark de facto als Alliierter anerkannt wurde A Nach der Befreiung wurde er Außenminister im Koaljtionskabmetf Buhl, bei dessen Rücktritt er gleichfalls demissionierte. Als im Herbst 194 7 der Streit m die Südsdileswigfrage entbrannte, der zu den Neuwahlen vom 28. Oktober führte, trat er gegen die Forderung auf, deutsches Land an Dänemark anzugliedern. Bei den Wahlen erlitt er seine erste persön- liehe Niecktlage. Ak Abgeordneter von Sonderjylland (Nordschkswig) wurde er in den neuen Reichstag nidit wiedergewählt. Der Gedanke hingegen, irm derentwillen er seinen Kampf führte und den er für wichtig genug hielt, tun sogar die Konservative Partei zu verlassen, machte praktisdie Fortschritte Kmid Kristerisens Regierung, deren Ziel Siidscbleswigs Ansdiluß an Dänemark war, mußte znr3d<<tetcri. Unser Mitarbeiter Alfred Joachim Fischer hat Christmas Moelleraufgesuch und benditet uns über das Interview, das ihm 4er bedeutende dänisdie" Politiker gewährt hat. . Temperamentvoll, wie s seiner eigenwilligen imd dynamischen Natur entspricht, sitzt Christines Moeller mir, gegenüber Wi e er mir erzählt, liegen seine Zukunftspläne hodi nicht fest. Gegenwärtig schreibt er über seine Erfahrungen im politischen Leben nd vor alfem über die Londoner Jahre. Ich drücke mein Erstaunen darüber aus, warumer sls Anschlußgegner gerade in dein doch so stark beteiligten NordsdilesWig, da vorher ßie sein Wahlkreis gewesen, ist, kandidiert habe. Seine Antwort kann al Charakterbild bewertet werden : !di wojlte gerade dort kandidieren und geradedort die Bevölkerung hrnter meiner Politik haben, wo man das ganze Problem, wirklich, nämlich aus nächster- Nähe, kennt. Hinter der Kristenen Relienmg standen 50000 gegen sie waren 40000. Mir lag daran, diese Zahl umzudrehen. Das ist gelungen und viel wichtiger als meine persönlich Niederlage , Natttrlidi erkundige idi midi danach, ob, bei einer "Entscheidung, die Konservative Partei zu verlassen, noch andere Gründe als die ScMeswsgIrage maßgebend seien: "Nein, das war die einzige Biffercn?. Ich hielt dieses Problem für das widitigste mnerdäai&he überhaupt. Meiner Überzeugung nadi haben viele Leute hier die Schleswigfrage übertrieben. So sprechen sie über eine dänäsdie Mehrheit irr diesem Gebiet. Tafsächlich aber will diese sogenannte Mehrheit nur die Flüditlinge loswerden und besser Lebensbedingungen haben. Egoistische Mo tive stehen im Vordergrand. Parallelen mit dein Saargeb iet liegen auf der Hatsd. Auch dort stimmten 90 v. H £rö? Frankreich, weil sie sich davon bessere Zeiten versprachen, Solche "Mehrheit" ist 11 wo er Vorweder gut französisch nodi gut dänisch. Si verkörpert in sich eine große Ztrkunftsgefahr " Fraakreidi hat an der Saar immehiu noch wichtige wirtschaftliche Interessen, während dife danischen an Schleswig rein nationalistischer- Natur. sind. Unsere alte Grenze bildete die Eider. In Rendsburg findet man noch heute einenGedenkstein minder Aufschrift: Die Grenze des Heiligen Römischen Reiches kg hier. Afe Hitler sein Judengesetse einführte, mußten auch die Sdileswiger ihre aräsdtie ATjätammung nachweisen. Dabei kam es manchen zum Bewußtsein, daß ihreGroßväter odef Urgroßväter Dänen gewesen sind. Nunmehr erklären sie: Wir sind Dänen, denn Kir haben dänisches Blut in uns Das ist erneut Hitler Blut und ßoden Theorie. Er wurde zwar besiegt, aber es ist notwendig, ihn nochmals zu besiegen Idi bin absolut dagegen, Deutsdhknd ein Unrecht zu tun. SelbStverständlidi war es notwendig, die Deutschen zu besiegen und ebenso selbstverständlich auf bedmgiiBgsioser Übergabe au bestehen. Nachdem wir aber dieses Ziel erreicht haben, muß Deutschland wieder auf die Beine geftellt- werden. Wir können keine guten Deutschen erwarten, ohne ihnen zu helfe. Dänemark hat kein Recht auf die Rüdcgabe Siidädileswigs. Da ist dänischer Imperialismus und Atisnutzung der Situation. Wenn wir als ein kleines Land so etwa täten, dann würden wir kein Recht dazu haben, eine größere Macht Anzugreifen, sofern sie das gleiche tat " Ghristmas MoelVer bleibt seinem alten- Griaidsafcs treu: Dänemark soll keinem Block angehören t "Dänemari sollte sich keinem Block anschließen, weder einem westlichen noch einem östliches. Meiner Überzeugung nadi hat lieh die internationale Politik" ungünstig genug entwidcclt. Im Kriege hofften wir, daß West und Ost einander verstehen lernen wütden. Se&stvertändiich ist es gegenwärtig sdiwer genug, allein zu bleiben. Den noch wollen wir tun, was wir können, um nicht in die Blockpoitik verwickelt zu 1 werden. Am wesentlichsten ersdieint es mir wieder ein einheitliches Deutschland zu schaffen " Auf die Dauer hält Chrktmas Moeller eine Besetzung Deutschlands für unmöglich. Hingegen bejaht er eine lange Kontrolle der Kriegs, Schwer- und chemischen In dustiien und des Luftverkehrs.

Rationseimdiränlcungen zugunsten stiderer Völker wurden ; n Däaeinark viel diskutiert. Christraas Moeller hat sie immer bejaht: "Als Butter- und Spcckland hatten wir sehr gute EraahrungsqtögUdiksiten im Kriege. Selbst für die Deutschen war es tinmö Iidi, alles wegzunehmen. Wir waren wohlgenährt und gesuiyd. Kürzungen uoseier Rationen schienen mir daher gerechtfertigter als die anderer Völker ", Der Mann, der soviel für die Vertiefung freundschaftlicher Beziehungen zwischen England und Dänemark tat hofft natürlidi, daß die wiederbe ginnenden britisch dänischen WirtschaftrvejhandKingen zu, einem günstigen Ergebnis führen mögen: "Natürlich- kömwa wir gegenwärtig tujsere Produkfe in der ganzen Welt für gute Pseise verkaufe, aber wir missen auch" in die Zukunft blicken. England war immer Dänemarks größter nd natijrlichsferAbsatzmarkt Daß sich Dänemark an der Fünfet Palistma beteiligt hat, hält für riditig: "Falls wir kleinen. Staat kontert, mitspielen und nicht wollen, dann bedeutet das auch Mitverantwortung, selbst in schwierigsten Fällen. . 1s geht nidit an, den Großmädrien Blles zit überlassen und uns selbst auszusdialten. Wenu wir ein Zukunftsresultat haben wollen, dann maß der jödische Staat gesdiaffen werden. Teflang ist di