JEIA und ihr Finanzinstitut JFEA haben neue Satzungen erhalten. Generaldirektor istW. J.Logan, sein Vertreter. J. H. Cahan. Das Abstimmungsverhältnis in der JEIA basiert auf dem Anteil. der Kapitalbeiträge, so daß die USA über die Abstimmungsmehrheit verfügen. JEIA ist befugt, Devisen für den Ankauf wichtiger Rohstoffe für die Doppelzone und für die Entwicklung der Bizonenausfuhr zu verwenden; Verträge über den Einkauf von Gütern und Rohstoffen aller Art für die Ein- und Ausfuhr abzuschließen;Dienstleistungsverträge einzugehen! andere Maßnahmen zu .ergreifen, „soweit sie zur Wiederherstellung und Förderung wichtiger Handelsbeziehungen erforderlich Sind“; ferner ist eine – Übertragung der JEIA-Verantwortung an – deutsche Verwaltungsstellen „so schnell wie möglich“ vorgesehene.

Ein Handelsabkommen Doppelzone–Griechenland 1948 über 8,5 Mill. $ Warenaustausch, ist abgeschlossen worden. Deutschland – liefert industrielle Erzeugnisse, gegen griechische landwirtschaftliche Produkte, darunter Tabak für 2,5 Mill. $.

Ein Vertrag über die Produktion von 24 Mill. -Zigaretten im Wert von 72 000 $ schloß ein Frankfurter Fabrikant mit einem amerikanischen Industriellen ab Die US-Firma kauft griechischen Tabak. Das deutsche Unternehmen verarbeitet ihn zu Zigaretten, diese werden dann im Ausland ohne Tabakmonopolkontrolle verkauft.

Die französische Militärregierung hat die Zollkontrolle an der Grenze Saargebiet–französische Besatzungzone eingeführt. Die Verwaltung für Wirtschaft, Frankfurt a.M.. ist über die Beschränkungen nicht unterrichtet worden; es gelten daher weiter die Bestimmungen des Interzonenhandels. Da jedoch über den Zahlungsverkehr, noch keine endgültige Regelung getroffen ist, ging der Warenaustausch mit dem Saargebiet stark zurück.

Ein Gewinnausschüttungsverbot haben die Versicherungsaufsichtsbehörden der Doppelzone mit Genehmigung der Militärregierung erlassen. Der Grund ist darin zu suchen, daß bei der Weiterführung der fiktiven Stillhaltewerte nur unechte Bilanzgewinne ausgewiesen werden könnten, die nicht dem wirklichen Wert eines großen Teiles des Aktivvermögens Rechnung tragen.

Die dem Gesetz Nr. 52 unterliegenden Bayrischen Motorenwerke AG, München (BMW), mit – einem Aktienkapital von 100 Mill. RM, haben die Genehmigungzur Aufnahme der Friedensproduktion erhalten.

318 000 Eisenbahnwagen besitzt die Doppelzone, wovon 234 000 betriebsfähig sind. Im Rahmen des Marshallplanes wollen die „USA 26 000 Güterwagen importieren.