ps war am elften Tag des elften Monats, kurz: an jenem Datum, an dem wie — — einst die Ver gnügungssüchtigsten sagtender Karneval beginnt, daß Mary in Sheffield den deutschen Kriegsgefany genen Horst kennenlernte, als dieser seinen freien Tag hatte. Er war, des Datums eingedenk, in. vergnügter StimmungUnd da er nacht wußte, wohinen sollte, war er in ein verweilte er ein wenig ilager, wo Mary gerade Und während er unMary und sie ihn anrtnften Male an der verabredetep Stelle traf, konnte er sie schon mit "Oft, here yost are, Mary" begrüßen. Er versprach ihr, nach seiner Entlassung wieder nach England zurückzukehren. Inzwischen ging der Karneval, deji in diesem Jahre niemand feierte, weiter . Christine in. Sheffield lernte den deutschen Krigsgefangenen Horst kennen, als sie einen Awftrag in der SchJosK rwerkstatt auszurichten hatte, in der er seit einigen Wochen tätig war. Sie wußte in diesem Augenblick noch nicht, was ihr mehr an ihm gefiel, sein dunkler Teint oder die ungeschickte Art, in der er englisch sprach. Später fand sie rührend an 8un, dafr er in dem kleinen Wörterbuch nach Kosenamen für sie suchte. Als er die Eltern zum zweiten Mal iü dem kleiner! Garten besuchte, sagte er: "l am $ad fat I apr bade agate " Das machte sie glücklich.

Astrids Mutter hatte, kurz bevor Are Tochter zur Welt kam, einen amerikanischen Roman gelesen, und sie war entschlossen, ihrem Kind diesen schönen Namen der Millionärstochter z geben, falls es ein Mädchen sein würde. 1s wfrde ein Mädchen und war zu einem recht anmutigen Fräulein geworden, als Horst dk Bekanntschaft Astrids machte, just zu der Zeit, da er nicht wußte, ob r mehr für Mary oder jfür Christine ensbrannt sei. Mary sandte ihm verschwenderische Mengen von Zigaretten ins Camp, Christine aber war auch mit Schokolade nicht sparsam. Astrid jedoch beunruhigte ihn ernsthafter. Von den Sprachkursen des BBC her konnte et ihr bereits sagen:, because l do not know bwy vordt", aber was er damit verschwieg, verriet er weder ihr noch Christine noch Mary.

Astrids Vater besaß eine kleine Drogeöhandlung, und Horst hatte dort Metallfarbe für seinen Chef kaufen sollen — so war es zu dieser Bekanntschaft gekommen. Astrid harte seinetwegen den "typewriier" verlassen und den "factory tianf fortgeschickt, die Farben zu holen? und dann war Horst einige Tage darauf wiedergekommen, üad er eich vo, Astrids wegen Christine nd Mary ein Wenig zu vernachlässigen; was ihm, da- er platonisch Siebte, gar triebt schwer Sei, afevamv Tage nach seiner letzten Begegnung mit ihr der . Campschreiber Mim sagte, daß seine? Entlassung bevorstehe. Da teilte er, nicht gerade unglücklich über die unerwartete LosuÄg, seinen dre iFreundraneh die Heimatanschrift mit.

Aber es wurde aus irgendeinen! Grunde nichts mit der Entlassung. Horst wurde vielmehr, weiß der Kuckuck warum, einem anderen Camp zugewiesen und von dort aas melctete er sieh rächt mehr, bei den drei Mädchen. Mary und" Qiristine und Astrid indessen sandten an die Heimatanschrift von Horst Briefe und Pickchen. Zuerst war es ein Brief Christines, den Erna, die Frau von Horst, in Empfang nahm. Erna aber hätte gern gewußt was wohl ein englisches Fräükin ihrem Manne mitteilen könnte, Also ging sk; in in Übersetzungsbüro. Solch? Bure sind verschwiegen; aber nicht ganz, sonst wüßte ich" nichts von "der Geschichte und ihrer Pointe. : ; Erna erfuhr dort f& fünf Mark, daftShristine der glücklichen Stunden gedachte, dk sie mit Horst verbracht hatte, und kündigte an, daß ein Päckchen mit Schokolade für ihn unterwegs sei. Bald darauf traf auch da Päckchen ein, fast gkichzeitäg mit einem Brief- Marys, in dem sie "der glücklichen Stunden mit Horst gedachte. Erna saß erzürnt vor Christines Schokolade und Marys Brief und faß%e den Entschluß, beiden Mädchen eine kräftige Absage zu schreiben. Aber siehe, als sie sich dazu niedersetzte 1 ein bißchen Karnevalsstimmung war auch in ihr wirksam — wurde ein Liebesbrief an Christine und: ein Liebesbrief an Mary daraus mit schönen Worten und Beteuerungen, die das Übersetzungsbüro in die Anonymität einer ihr ungeläufigen und gleichgültigen. Sprache verwandelte die sie nur mit den Namensizug Horsts zu unterzeichnen brauchte. Nicht lange darauf schrieb auch Astrid, und Mary schickte ein Kilo Kaffee. Erna war glücklich übet den Kaffee und ihre Liebesbetenerungen für Mary widen auf richtiger "als die früheren. Und als gar auch von Astrid Päckchen mit köstlichen Inhalten eintrafen und Mary und Christine weiterhin fleißig blieben, genoß sk, was die vermeintlichen Nebenbuhlerinnen sandten, als eine Art von Sühne, Und in dem Maße, als die zum Übersetzungsbüro getragenen Beteuerungn fhrer Liebe für die Spenderinnen aufrichtiger wurden, schwand auch Ihre so nahrhaft entschädigte Eifers;<iit, und wohlversohnt mit den Zufälligkeiten des Lebens erwartete sie vom Schicksal, das sk vor Entbehrungen so gnädig bewahrte, ein freundliches "Mppy ettd". Und inzwischen ging der Karneval, den niemand feierte, weiter. Da nämlich begegnete sk dem Sergeant major Victor. Heute ist Erna t ?reits verwundert darüber, wk leicht Englisch zu kraen ist und warum sk jes 8 nicht schon früher sprechen konnte. Eine gewisse >Erschü tterung war es dennoch für sk, als Victor, den sk platonisch liebte, ihr kürzlich in seiner ruhigen Art die Absicht mitteilte, daß er sk heiraten möchte. Erna vergaß i diesem Augenblick nein zu sagen. Sk vergaß es, weil es ihr erster- Gedanke war, ihre Freundinnen Mary, Christine und Astrid besuchen zu können, mit denen sie ein mittlerweile, so herzlich gewordener Briefwechsel verband. Jfozwischen afeer wurde- es Aschermittwoch .