Der Internationale Notstands-Ernährungsrat hat die Fett- und Ölzuteilungen an die notleidenden Länder vorläufig auf 40 v. H. der Gesamtzuteilungen begrenzt. Danach wird erhalten: Großbritannien 397 000 t, Frankreich 167 000 t, Belgien 55 000 t, Holland 73 000 t, Doppelzone 49 000 t, CSR 14 000 t, Italien 28 000 t, Dänemark 24 000 t, Norwegen 27 000 t, Österreich 25 000 t, Schweiz 22 000 t, Schweden 17 000 t, Portugal 14 000 t, Finnland 8000 t, franz. Zone Deutschland 5600 t. – Der Notstands-Ernährungsrat hofft, trotz dieser vorläufigen Beschränkung in diesem Jahr die Importe so steigern zu können, daß 70 v. H. der Friedensversorgung je Kopf der Bevölkerung erreicht werden sollen.

Zum Abschluß der Debatte im amerikanischen Kongreß über die deutschen, Reparationsleistungen hat die Regierung erklärt, daß die bisher demontierten Betriebe und Maschinen in den Empfängerländern viel zu deren wirtschaftlichen Wiederaufbau beigetragen haben. Bei der in Deutschland verbleibenden Industriekapazität bedürfe es schon der äußersten Anstrengung von deutscher Seite, um diese später voll auszunutzen.

Polen- und die Sowjetunion schlossen einen auf vier Jahre begrenzten Handelsvertrag, der einen Güteraustausch für 1 Mrd. $ vorsieht. Rußland wird liefern: Eisen, Chrom, Manganerz, Öl, Baumwolle. Aluminium, Asbest, Kraftfahrzeuge; Polen wird dagegen Kohle, Koks, Textilien, Zucker, Zink, Stahl, Zement und Eisenmaterial nach der UdSSR entsenden. In einem Zusatzabkommen gewährt Rußland Polen einen Warenkredit in Höhe von 450 Mill. $ zu Investitionen in der polnischen Industrie.

Zur Abschöpfung des 900 Mrd. ffrs betragenden Notenumlaufs hat Frankreich die 5000-Francs-Noten, deren Umlauf auf 330 Mrd. ffrs geschätzt Wird, eingezogen. Die Hauptleidtragenden werden die Bauern sein, die diese Noten gehortet haben, sowie die Schwarzmarkthändler, deren Bargeldreserve meist in 5000-Francs-Noten besteht.

Die Saargruben unterstehen der „Regie des Mines“ Frankreichs. Nach britisch-amerikanischfranzösischen Besprechungen wird Deutschland in Zukunft an Saarkohle folgende Mengen erhalten: Quartal 1948 = 412 000 t, 2. Quartal = 257 000 t, Quartal = 192 000 t, 4. Quartal = 110 000 t und 1. Quartal 1949 – 27 000 t. Danach soll Deutschland keine Saarkohle mehr erhalten.

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Der Devisenbonus B ist vom Zweizonenkontrollamt in Kraft gesetzt worden, 1 Mill. $ für des Ankauf ausländischer Waren, die an die Belegschaften der Exportfirmen verteilt werden sollen, werden damit frei. Zur Ingangsetzung bedarf es noch einer Regelung, welche Waren eingeführt werden dürfen. dem Antrag der VFW sollen ‚70 v. H. für Fettimporte und je 5 v.H. zum Ankauf Von Fleisch, Zucker, – Hülsenfrüchten, Trockenmilch, Schokolade und Kaffee verwendet werden.