: Qffo B Fasten >nd Hungern, das it zweierlei. Fasten &e deutet: willkürliche undfreiwillige; Naferungsenthaltung die Motive dafür können heilk undlicher oder, wi im Falle Gandhi, politischer und kuftartherapcutisdjfir Natur sein. Wenn die, biologische Medizin wiserer Zeit sp oft darauf hinweist, dajS: das kräpke Tier laste und mithin auch dein Menschen den Weg zejge wie man sich zu Zwecke fecbleunigter Genesung verhalten solle, so ist das fehlbeobschtet: "Fasten" kann das Tier nicht, es bleibt nur ohne Nahrung, so lange infolge der Krankheit sein Appetit gestört ist. Em gesund Tier, dessen Appetit rege ist und dem : religiöser$ überdies" Nahrung zur Verfügung steht, ist außerstande, willentlich Neki zu dieserSituation zu sagen. Erst dieses Nein angesichts der Möglichkeit, bei gutem Appetit essen zu können, ist in Wahrheit echtes Fasten. Damit soll nicht gesagt sein, dafi der "" Mensch nicht auch gut daran täte, im KrankheitSfail dann auf Nahrungsaufnahme zu verzichten, wenn ihm sein Organismus dies dardi Äppe riitk!sifkeil: anrät. Ein berühmter Chirurg sagte einmal, er nach einer Cerafion apped dos und sebieke deshalb sein- ihm ang eboteaes Essen wieder zurück", der "operier. Arzt hingegenkctrrigier; vom Willen her ~ um Drasch wwder zu Kräften su kommeii" — die Tendenzen seines ebenfalls appetitlosen Orga" nismus, zwiage sieb zum Esn und Tufe damit postoperative Komplikationen herbei.

Das Fasten akHeilweg ist so alt wie die Menschheit. Sein Erfolg beruht darauf, daß der fastende Organismus von seinen eigenen Material lebea maß ud dabei zunächst gründlich diejenigen Gewebe aufzehrt, die entbehrfidi sind: es findet eine Lurapesvefbrennung" statt. Außerdem föhrt die Stilfcrellun des Verdaauttgsprozesses und die asketische Situation den "inneren Arzt" ihm sonst kaum je so großzügig gegebene"Möglich kek, m der ilngestönheit regulierend walten zu stn Material leben muß, das es überhaupt gibt — von der Verstoffw edselug seiner "Schmotawinke l" —, gibt" es während einer Fastenkur atletljei Krisen, deren kenntnisreiche ärztliche Erkichternng und Steuerung diese "Operation ohne Messer" zo einer höchst verantwortlichen Heilmethode" macht Noch vor zwei bis drei J3hn:e!hntn hielt man es m weiten Ärzte- and Laitnkressen für: unmogJich, Mensdien zehn, zwanzig, >a dreißigTage hiß durch ohne jede Nahrung rri belassen? Wenn inFaster während ihrer Kur sogar futer Dinge sind, , pazkrcngthen und eia ebenso rege wie sensitiv Innchicben fuhren, wenn £ich die Kliniken des Fastens bei vielen schweren Krankheiten als eines besonders erfolgreichen Heilw ges bedienen. so ist das vor allem. Verdienst des einstigen Martne GenersloberaTZtta? Dr. Otto Bucbinge r, de? seit I920 d:e Fastenkur— durch Einbeziehung YO wichtigen Hilfemethoden — zu einem universellen System ausbaute irad in mehr als 1300O Fällen, erfolgreich durAführte. Der einstige Korpsstudent und Mann sn Offiziersuniform ist einen markanten Kgenweg gegangen: Bereits in fetner Militärzeit wurde er, umgeben von "der Welt der Saufgelage des Hurra Patriotismus und dr "Aufgeklärtheit" Haeckescher Prägung, zum leidenschaftlichen Trinksitten Bekäippfer, ium aktiven Pazihsten und zum Theosophen. Von d$r jod- und Aspirin Medizinder Stabsärzte fand er zwr Homöopathie Wn, mit einem Freund, dern von schwarzer Reichswehr" ermordeten Revolutionär Hans Paasche, kämpfte er für das Weltbild der ?ukufe — und ak ihn kurz nach dem Weltkrieg ein septischer Gelenkrheumatismus lebensgefährlich erkranken !ß erprobte er damals Dozent der Kolonialschule Witzenhauscn WerraX das Heilfasten zunächst am eigeoen Leibe. Sewdem kämpfte er in Theorie und Praxis für die Fastenkur, der er sein weithin bekanntes, soeben in 7. Auflage erschienenes Lehrbuch "Das Heilfasten, und:, seine HilfsmethodeB" widmete Im größten, Jediglich Fastenkuren gewid meten Spenalinstitut der Welt führte Budünger seirie Kuren durch, wobei insbesondere die F rfolg der systematischen Nahrungsent haltung bei bedrohlidt erhöhtem Blutdruck, Angina pectoris, Gicht, Rheuma ächweren Stärungen der inneren Sekretiott. Nieren- und Hautleidyi den Widerstand der offiziellen Midizin brachen, so daß heute seine Arbeit in der Schuimedmti eine uneingeschränkte Anerkennung genießt.

Der Siebziglährige steht, von Heilsuchenden überlaufen nach wie vor im vollen Schaffen, Ött~ tritt an ihn die Frage heran, ob heute, 1948 nicht unser gesa mtes Volk faste, mithin seine Kuren etwas Überflüssiges sein. Schon die Erfahrung lehrt ~3as Gegenteil Die Fräse liegt ähnlich, als wenn man mitten im. Krieg fragen wollte, ob jetzt, da allenthalbea so viel Blut vergossen werde, deren der Chirurg noch zusätzlich Blut vergießen müßte. Unser Volk hungert, es leidet an Unter- und Fehlernährung. Der Kranke jedoch — nur Krebs, Tuber_kulose, Schwächesustdnde, Basedowsche Krankheit sowie Nerven- und Geisteskrankheiten sind für Fastenku! ungeeignet trägt in seinem Organis mus belastetes und verschlacktes Gewebsmaierial, umher und leidet ab fehlgesteuerten Funktionen. Wenn er tastet, so bedeutet das einen tiefen Ein griff in diesen seinen Organismus : aber eben im heilenden Sinne, wählend der Hungernde geradezu in das Erkranken hineingetrieben ird. Ist das- Heilfasten seit den Zeiten der vorchrvsttichen indischen, agyptisdien und griechischen Medizin stet em konigiweg der Hjeilkunst gewesen, o bedarf ds kranke Menschheit auch heute, im Zeichen des" Hungers dieses Wet es nach wie vor — genau so, vueie der Sättigung ihrer Gesunden bedürfte. Es ist ene besonders eindrucksvolle Bestätigung ds l ebenswerkes Otto Buchmgers wenn er 194, nunmehr siebzig Jahre alt feststellen darf, daß die Hunsrereu den Fastendoktor mehr noch in Anspruch nimmt als jene besseren Zeiten, m denen er seiner Methode erst zur Anerkennung verhelfen mußte, ( vor die ;