Die internationale Opposition gegen 4k Abi Wertung der französisches Währung, richtete sich weniger gegen die Abwertung überhaupt ab gegen ihre Methoden. Vor äBein die Schaffung eines frefeu Export Franc (neben de. amtlich, m 80 v. H von U9 auf 214 fräse Etira Dollar herabgesetzten Wert des Franc) wurde als "unvereinbar" mit 4em Gkichgewidb b zeichnet, 4as in den internationalen Wlhrungsabmachungen vo Bretton Woods erzielt worden ei. IMeser ktzte Einwand ist zwar weder "offiziell zurückgezogen noch achlich von franzc%&äter Seite entkräftet worden. Aber seine ßedenfträgwird offensichtlich nicht mehr ak so mächtig angesehen wie zu Beginn; Wie "war dieser Stimmungsumschwmg möglich? Hat man plötzlich 4ie "ttternationals Wänruagsplanung att bekommen? Freut man sich über die RiRkkehr zu einer freien Kursbildung, wie sie jetzt fiir die Hälfte der französischen Exporterlöse, für die ausländischen Touristertausgabea in Frankreich und für die illegal angesammelten Gold- und Devisenbestände der Franzosen möglidh werdep soll? Das französische Blatt "Combat" hat die Vermutung ausgesprochen, da§ in Wirklichkeit die Amerikaner Frankreich zu seinem Entschlaft ermutigt hätten, obwohl sie nach, außen hin die Opposition Englands und des Inter natiotfalen Währungsfonds unterstützten. Das Blatt "glaubt daraus schließen zu können, daß es den Amerikaners nur lieb sei, wenn i freien Spiel der Krifte die Preisbildung fut Waren an Weltmarkt wiederhergestellt und damit etwas für die Befreiung "de internationales Handel von seinen bürokratischen und politischen Nöten getan werde.

- So einfach liegen ak Dinge doch wohl "nichtt Frankreich ist, nicht mehr der Nabel der" Welt und bestimmt nicht 4er Nabel der Weltwirtschaft. Politisch stellt für Frankreich die Möglichkeit %d einer Strafzahhmg von 25 y. H, "die illegalen Reserven n Gold und Devisen aufzulösen un4 frei ättverkaofett, sicherlich einen Sieg destifeeralls. tnus dat. Aber eise "Wende 2W freien Weltwirtschaft" wird dies kaum werden. Das gilt es in diesem Augenblick weder zu bedauern noch zu begrüßen, sondern nur zu erkennen.

In Frankreich geschieht im- Augenblick" wirtschaftlich zweierlei: liniaal vollzieht sich auf dem klassischen Weg der Abwertung die Anpassung der Exportpreise aa die wohl nicht mehr Anwendbare inländische Kostenverteuerung. Daneben bemüht man sich; die auf 3 4 Milliarden Dollar geschützten privaten Goldreserven und die zusätzlichen Dollarbestände für die bessere Versorgung Frankreichs mit ausländischen Waren nutzbar zu machen. Am freien Devisenmarkt (von dem man hofft, daß er eben auch aus diesen Horten an Gold und Devisen gespeist werden wird) können Devisen für Waren gekauft werden, <$& zur Erteilung Von Einfuhrlizenzen freiIgegebea sind !a anderen Worten: Frankreich fühlt siefcr gegenwärtig nicht in der Lage, aus eigener Arbeitsleistung den gesamten EinfuhrBedarf zu dedcen. Es unterscheidet deehalb zwischen lebenswichtigen Importen, die zum amtBAen Kurs erfolgen dürfen, and entbehrlichen Gütern, die teurer aus dem Ausland gekauft werden sollen. Das kann zwei Wirkungen haben. Entweder vermindern sich tatsjle&Iidh dfe gehorteten Gold- und Devisenmeügen, fließen direkt oder auf Umwegen in die USA und beschleunigen <fk Ansammlung des gesamten in der Welt verfügbaren Goldes im Fort Knox, wobereits rund 80 v. H des in der, Welt verfügbaren Währungsgoldes liegen. Oder aber "das Mißtrauen derfranzösischer Gold und Devisenbesitzer bleibt trotz <äes günstigen Kurses für den freien Franc so groß, daö~ sie lieber ihre Goldstücke, Goldbarren und Dollarnoten behalten. Auch to diesem Fall bleibt das Gokt im Strumpf, Tiat also keine Bedeutung mehr für die WirtschaftspoMk Frankreich. Mankann also Frankreich noch als eine "4er wenigen Oasen der Goldgläubigkeit be "< zeichnen. Man kann von einem der letzten fraa zöskchen Flirls mit dem alten goldverzierten Internationalen Währuffgsmechanismus sprechen. Man kann edoch keinen Ansatzpunkt für eine einsthafte Rückkehr zum freien internationalen Wähnmgemedianismus erkenne. Andererseits läßt Sich auch keine ernste Gefahr für den neuen WährungsmedtanisiMus von Bretton Woods sehen, in dem Wechselkurse nur mit internationalem Beschluß verändert werden können. Dem System von Brettpn Wobds steht die eigentliche Belastungsprobe noch hervor. Sie wird erst eintreten, wenn die einzelnen beteiligten Volkswirtschaften wieder in sidi funktionieren und unter einander wieder ein Gleichgewicht erreicht haben, das dann in stabilen Relationen der Wechlknrse seinen NiederscMag findet. Vorläufig wirkt Bretton Woods wie das verfrüht fertiggestellte Dach zu dem noch nicht existierenden Haus einer neufen internationalen Wirtschaft. Außenminister Marshall hat mit Recht unterstriehen, die französische Abwertung stelle keine Gefahr für das europäische Wiederaufbauprogramn? "dar. Denn dieses Programm rechne nicht in Francs, sondern in Dollar und in Waren. In der Tat kann ein Marshall Hilfe der Zement sein, mit dem die einzelnen Fundamente des neuen weltwirtschaftlichen Gebäudes errichtet werden. Erst wenn die Fundamente festgefügt sind und die beteiligten Volkswirtschaften mit Hilfe der- amerikanischen Güter fhresH Arbeitsbeitrag zürn neuen Haus geleistet haben, kann das L>ach von Bretton Woods daraufhin geprüft werden, ob es seiner Aufgabe gerecht wird., In der Zwischenzeit Wird man sich allerdings vor einem Übermaß an Whningsraanipulationen und vor allem vor einem Wettlauf 4er Abwertungen hüten müssen. Denn Abwtungen, so notwendig sie für Frankreich oder Italen (undintern aach für Deutschland) zur Korrektur veränderter wirtschaftlicher Umstände sein mögen, enthalten Jedoch keine selbständige konstruktive Kraft für die internationale Wirtschrft "Sie stellen nur ein Eingeständnis dar, daß einer schleichenden Krankheit nicht mehr mit Arzneien, sondern mtt noch mit chirurgischen Schnitten beiukommen ist. Aus dieser Erkenntnis, laß Abwertungen mit dem Ei des Kolumbus radits zu "tun haben, ist auch die Ankündigung von Finanzminister Cripps zu verstehen, daß EngliJid sich alle Maßnahmen vorbehalten moß! um die ungünstigen Auswirkungen der Franc Atwertung auf das Pfund und auf die Währunjen des Sterlingsblocks zu beschränken. Gw.