"Bi)Lssalka M in Dresden P ie Geschichte vqn der Nixe, die sich nach Menuns Deutsche ihre schdtiste Fassung inde r Irzählung "Undäne" des Romantikers de la MotteFouque erhalten. Ihr entnahm Lortzing, Jem bereits der Dichter Musiker E T A, Hoffmann vorangegangen war cki£ Stoff seiner bekannten Oper. Und ihm wiederum folgte Anton Dvorak mit seiner "Russalka" (zu deutsch "Die Nixe ) Aber beide ijäherten sich dem Stoff mit verschiedener künstieradaen Absichten. Hatte Lortzing daraus em kleinbürgerliches biedermeieriiches IclyU von LiebesgSück und leid gemacht, so betonte Dvoräks. Librettisr das Märchen. Und so sind alle Figuren eines echten Märchens um Russalka, den "Prinzen und die "fremde Fütstta" versammeft: der Wasserman und die Waldfrau, der Jäger und die Elfen t AberHumperdincks naive Wirklidüceit wird ihnen nicht zuteil, 6ie bleiben Rand&gurca einer schwach kontunerten Handlung, die, ganz nach t innen gerichtet. Russalkas Sehnsucht nach Liebe und nach Erlösung vom Nvmphendasein schildern S möchte. Darum ist die Musik auch nach Wagrier, kcher, Art von einem oft wiederkehrenden Rusalka Motiv durchrogca, das in wechselnder Gestalt und Klangfarbe Sehnsudit, Schmerz und Verzweiflung ausdrückt Doch was ak zartes psydio logisch durchleuchtetes Musikdrama anhebt wird nach und nach eine üppig kantabJe, in schmerzlich empfindsamer Melodik schwelgende Oper, die mit einem an Gounodsche Melodik getauchten Liebes- > tod des ungetreuen Pnnzen endet.

Dennoch erliegt Dvorak nicht völlig det großen lyrischen Oper. In Liedern und Täiwn der Waldfrau ad der Elfen singt der böhmische Musikant. Aber er setzt ich mit den folkloristiscb gefärbten Einlagen nicht durch, und so ist seme Oper ein Z witterding geworden In der vorbildlichen Aufführung der Dresdner Staatsoper (musikalische Leitung Joseph "Keilberth, Regie Heinz Arnold, Bühnenbilder Karl v. Appen) waren Chorliedcr und Tänze (wohl wegen der räumlichen Enge der Bühne, die Jmn~BalLtt ermöglicht) gestrichen. Dadurch war die obneclfes schwache Eigenfarbe <Ter Mnsrk fast getilgt. Hervorragende Solisten — bereiteten den Hörern dennoch einen wahren OpemgenuS, Kurt Westphat