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wischen der EvangelischenKirche und der Regierung von Hessen ist es in dec Entnäzißzie pmg<sfrage ;z inem sdrweren Konflikt gekommen Di Kirchenleitu n g von, Hessen und Nassau hatte to emern ,Wort an die Gemeinden", das von allen .

; Caseln des Landes verlesen wurde, an der. Ent Cazifizienjng scharfe Kritik gettbt. Sie gipfelte iri dw Vorwurf, der :Veruch "den Nationalsoziaiis :BHte tn :t den Mitteln des:Befreiungsgesetzes awsisiwtetr"sei auf der ganzen" Linie, gescheitert und ök rtderSäutenmg habe zu Zuständen geführt, ydk auf Sdiritt und Tritt an v die hinter fts ö$derj ,Schreckeiisjahre" erinnerten "Die VerIntwortüng für diese Kircheawort trägt vor an $r<n Mitverfässera der Kircheüprasident voirHes ; e n u n d Nassau ,Pastor Niemöller Gegen ihai liffitiete sich auch in: ei step Linie die Kritik des bssischen- Befreixmgsministerittms, der VVN nd ,; fia Äußerung General, Glays > Eiasthafte Konsequenzen schienen sich, ans jener l;r Kanzelverkündigvmg zu ergeben, die von Lcgierungsvertretern a eine Aufford ei uBg ztun toyko des BefreiHngsgesetzes ausgelegt vrarde. lautet w örtlidr "Unter diesen Umstäaden. ;e wir allen Christen die ernste Frage ,v<jraj, :pb sie es: noch verantworten- können, "sich lijä an der Durchführung- eines Verfahrens beteiligen, Eaß Haß sät, statt: der Gerecteigkeit B dltaen. Es ist eine ernste Frage an die Gew issn. wo stellen, ifad nach ünserem Maß der Eräffitois müssen wir bitten: Wirkt an dieser Sache, i sä viel. Unredif im Gefolge hat, nicht lättger W fedeu Stüdcen als öffentliche Klagen oder als —ragszeugen mit, oder ihr kommt ia die Ge_as Amt der Versöhuuag zu verraten, das ! vöa dem Amt der Vorsitzer und Beisitzer b Sprachkaatmer falk der chrjstlidie Brockr nid die freudige Gewißheit im Gewissen hat 4e mit diesem seinen Dienst dem Amt der rrs6hnung zu dienen Dem Diener am Wort ?Jiefl wir diese" Frage erst recht nicht ersparen. ffc müssen darauf hinween, ckB jede- freiwillige eteilirtüng eine christlichen Pfarrers, beider Durdifohrung des Bsfreiungsgesetzes fui die Gi tigkeit des gesamten Verfahrens nicht nur er- schütten, sondern völlig- zerbrochen ist" ""Und danrr kommt der wohl umstrittenste Satz: "Wir müssest deshalb- den Pfarrern- unserer Kirche um ihresAmtes und unserer Genieiiide willen recbieten, dieses Ärgernis weiter raitzuiyerntworten Eine Stellungnahme von so gmndsatzlidier Natur konnte nicht af die Evangelisch Kirche Hessens beschränkt bleiben In einer gemeinsamen Erklärung der evangelischen Bischöfe und leitender Amtsträger der Evangelischen Kifthe dtr amerikanischen Zone wurde die Kritik der hessischen Kirchenleitung, wenn auch in votsiehtigerer Form, wiederholtDie Evangelische Kirche hab; wieder holt auf die Grundfehler des Befreiungsgesejtze hingewiesen, heißt es darin. Etwa ein Drittel der erwachsenen Bevölkerang werde unnvttetbar oder. mittelbar von ihm betTOfifen, Es gebe wicerlegbare S chuldver mutungen die mit dem sofort- wirksam"; : werdenden; Besdiäftiguagäverbot verbunden seien " Hanctl un gen undGes inaungen würden bestraft, dk zu keiner Zeit unter Strafe gestanden hätten. An. , die Stelle aufrichtiger Selbstbesinnung sei die auf" eine Unsumme van Entlastungszeugen gestützt SeLbstrechtfertigung getreten. Ein ausdrückliches. Verbot an die Pfarrer sich weiter am Sä iiberungs- verfahrenzu beteiligen, enthält aber diese- von NiemoIler, Theopfail Wurm (Stuttgart) JfensMei ser (München) Weustemann (Kassel) un Bendez (Karlsruhe) uiHSerzeichnete gemeinsame Erklärung nicht. Das wurde: damit begründet, daßsich 4ie Geistlichen in"Württemberg uad Bayen Imtner schon bei der Mitarbeit an SpiuchkarMnerTerCäluea Zurückhaltung auferlegt hätten, so daß sich eto darauf bezügliches Verbot für sie erübrije Äudfi Landesbischoi D. LÜe (Hannover) überreichte den politischen Instanzen der- britischen Zone "ein® Deakschrift, i der erdas Entnazifizierongsverfahren kritisierte. Es werde so lange fruchtlos bleiben, wie es sich in negativen Maßnaknea erschöpfte. Das Gesetz sollte eine Möglichkeit zur 1politischen Bewährung schaffen Wemves niäit ge Vr äbr leiste "daß weder politische teidensdiaf t och wirtschaftlicher Konkurrenzneid , weder Radisucht noch VrgeIrangswÜ einen Einftüö af" die Ent- Scheidungen haiben s o ist "es einer großen Nation unwördig ad für 4te seelische pesu hdjüftg unseres Volkes nicht nur wertlos, cxndsrn schüdiidi" Dieser im Prinzip eittmfifei geR, In i hten Folg ern gen und Formulienaigen differenzierten; Stellungttahme der Evarigelischen Kirche schlössen sich : audr die katholischem Nadiiba fbisdhoife Niemöllers an: der" Bischof von Mainz wnd der von Limburg. Airih sie kritis iertsa die- Anläge, des Gesetzes, das zu- viele Personen in den ZiÜsta nd dir Anklage versetze- und gleichzeitig bis ;ai ihrem Spruchkammerentscbeid mit einem harten BeschMtigungsver- bot belege. Das ungewöhnliche Prinzip, wonach. jeder, der nach- äußerlichen MerkmäleR einer, bestimmten "Gruppe ajigehöfe, solange als schuldig gelten könne, bis er das" Ge nfeil bewiesen habe, könne leicht dazu fähren, da0 def Befrottertc seine wirkliche : Schuy mit allen Mithin leugne, ans tat t sie- einzugestehen Audi ßbe : d!$ sdbeoiatische Aufhebung voh Sprüchen naÄ 8wSMlch Merkmalen da rch die Besatzungsniacfat, zu lefiftr besq rgniserregenden Rechäiunsicherjheit ;gefiäfert. Wegen dieser uttd anderer Fehler ta Befreiungsge&etiz hätten steh die Bischöfe stets der wohlgemeinten Kritik aller ag eschlöätt, die ine Änderung der. betreff enden Bestämniuagen in der, Praxis gefordert hätten, Sie würden demnach t Jn Zusarnmenarbeit mit- Vertretern der Evaagdfech e Kirche, den- zu ,. ständigen- Stellen. Voirschläge ZA BeJiebung der Mängel machen Soweit deckt ebo" die Erklirimg der "beiden katholischen Bisehäfe die dr evangelischen Ver treter. Dann ber "kograit eta Passus, fe die im psychologischen Bereich so e rfafereitt Hand, des katftoliscfae n Episkotis- versra Viel Fehler des Gesetzes 1 "seie n- bereits 1 bähcfce wpr4a, heißt es in de t Erklä run>g weijr, a| die veraBtvrortlichen Männer müßten sich dÄr etaäeteen, daß ätsch di? letzten Mänge! bald tesettift wfitds " Dazu be- dürfe es aber der MitarÜeft; &i$tliäua Mänaer aus ftllea. Bevölkeiaagskjrefeea, ; Das "Wort art die Gemeindeii" der Kirehenlei tung Y 011 Hessen üncfWasa Wurde; sowohl von General Gky als atich votf da an der Entnazifizfernng imitwiPkenden 4tscftea ;iBefaÖr4i in r Hessen afe Aufforderung zum Ungehorsam gegen ein reiht , mäßig erlassenes. Gesetz ausgelegt. Es stehe wohl jedem Bürger frei, Kritik an einem Gesetzzuüiben oder dessen Abänderung zu verlangen, sagte GehetalClayvor Pressevertretern, m n dürfe aber nicht zu Gesetzwidrigkeitenauffordern. Der hessisdwJustizrninister sprach von einer "unzulässigen Emmischung- in die. Angelegenüeiterf des Staates", und das hessische Kabinett erklärte, es müsse- "die Anniafrungen entschieden zurüdweisen", zumal da dieKirchenleifrung sich vorher nicht hinreichend: informiert habe. Das Kabinett sei darüber befremdet; daß die Kirchenleitung die Erklärung zu einer Zeit ausgegeben habe, in der, wie auch ihr bekannt sei "Erleichterungen jn der Durchführung, der Spruch kammerverfahren angeordnet worden sind und i° der Hauptsache nur noch Falle- gegerj Belastete anstehen" , ; J Eine Stellungnahme d esMinisterialdirektors im hessischenBefreiungsministeriam Knappstem, df zur Q>U gehört, ist wiegen der Sclärfe ihrer Formulierung beachtenswert. Er bezeidinetc die Kanzelverkündigung als "übertriebeh un d : unwahr". Weder die Angaben über die Zail der Internierte noch die Behauptung, daß Sippenstrafen verhängt worden seien, > stimme mit der Wirklichkeit über" : ein" Die Aufforderjun g zum. Boykott bedürfe gegebenenfalls noch einer staatsrecitfichenuiMtaiider weitigen rechtlichen Untersuchung. Sie habe über ; dies "völlig ns Leere getroffen". Keiner der Vors itzenen öder der öffentlichen Kläger seivon dem , Amt zurückgetreten. Die hessische Regierung, so sagte Knappstein weiter, hoffe noch, daß es z einer Verständigung komiften werde, und sie gebe deshalb nicht den an sk herangetretenen AnregiiHgeri nach, "gegen die Urheber dieser KaazelYerkündigung. Anklage nach dem Befieiüngsgesete wegen nadhtrSglidier. Begünstigung des Nazismus zu erheben. Die Voraüssetzwig iner Verständigung sei allerdings, "daß die evangelische Kirdiea leftung die. Atrfforderuog zum Boykott und das von ihr ausgesprochene Verbot der. Mitwirkuri yoa Pfarrern an den Sprudikamteern zwrücknehm, Inzwischen versucht der- amtierende Präsident ides Hören Kreuzes für den Bezirk Wiesbaden, P farrer WilH Boringässer, der k in Gegner Nte löllers gilt, die Regierung zu praktischen Folgerungen :üs fläet Haltuög iai veianlassen, Als BeJastungszeug vor ein SprucMcamtoer geladen, erschien er nicht und ak er äarauSiiin awangsweise vorgeführt wurde; verweigerte, er u nter Be zugnahin e auf die Ka!3 2elvi kartd igiiag die Auasage. Erwurde von der Spruchkammer zueiner Geld strafe von 100R M verurteilt. Die Verhandlung wurde aber, als unter den- gegebnen Umstände nndurdiführbar abg ebrodien, Borngässcr erklärte. Konflikte, die sidi aus der Aüf forderHag der evangelkchen Kirdiealettougergeben, dürften nicht auf dem Rücken des:einzelnen aiwgetragcn werde, Entweder müsse der Staat die Kirche zwingen, ihr Verkündigungzurückzünebmeij, r3er aber er rmüsse. die Kärdienleituag absetzen.

; Daraufhin erklärte die evangelische Kjriea kitun g sie habe ausdr udc Uch vor der freiwiliigea Mitwirkung als clffentlicher Kläger, Mitglied einer" Spruchkammer oder Belastungszeuige gewarnt bzw. sie den Pfajrern verboten. Ekier amtlichen Vorladung, die die Erfüllung einer staatäbüsgerlichett Pflicht heische, eei selbsrverslartd licli Folge z leisten, uad deshalb könnte sich Pfarrer B orngässer "nicht auf dieKänzelverkändigung 4r evangelwchea KlrAeiiieituiigberufen, Diese sei nichts stederss gewesen als ein. Rat eeSsorgeriscnea Inhalts- an die Gjäubigen, und das Red: t dazn lasse isich die Evangelische Kirche voniiWDäaradetn bflerreU ea Es hieße w o W den GipfeO unserer an Verwirrungen so reichen. Zeit erklimmet wollte man w l dies in den Anregurigen ,- von denen Ministerialdirektor Knappsteia sipridit, oftenlbar zum Ausdruck gebrachtwurde einen Niemöller wegen "nackträglidterBegünstigiihg des NazismxB" etwa in ein Lagat sperrennadideni er wrrter der Nazi Reglerj ng fast acht Jahre seines Lebens in Koaaentratiorislagni verbracht hat. Und es ist einSymptom unserer Zeit, daß man fast nur noch in Kplle ktivkätegorien 4enkt. Dieser Wahn ist so tief eingewurzelt, daS er vielen nicht;einmal dur ch den Widersprudi In eidv selbst erkennbar wiiicf, den die Bezichtigungeiner Gesitinufig darstellt, die der- Bezichtigte unWt lebensgefähi lange bekämpfthat. Es ist befr emiliA, daß gerade diejenigen, die- am meisten über den Mangel an Widerstand der Deutschen gegen die Vercwbungetz l Gesetze, des Nazisjaates klagen und dies sogar zu einem strafbaren Tatbestand" stemtjeln, außerordentlich empEndlidi gegen jede Andeutung einer Kritik an ihren eigenen Yerordjmiigen und Gesetze sind. Hier zeigt sich in geistiges Klima, das nidt öhme Gefahren äst. 1