vom 19. Februar bis 25 Februar 1948

In London begann die Dreimächtekonferenz über Deutschland. Der Staatssekretär im französischen Ministerrat. Pierre Abelin, erklärte. Frankreich sei unter Umständen zur Zonenverschmelzung bereit. Seine Bedingungen schlössen die Internationalisierung des Ruhrgebietes und den föderativen Staatsaufbau in Deutschland ein.

Staatsminister McNeil bestätigte im britischen Unterhaus, daß die Reparationslieferungen an die Sowjetunion aus der britischen Zone auch weiterhin durchgeführt werden sollen.

Die Konferenz der vier Außenminister-Stellvertreter für Österreich begann nach zweimonatiger Pause in London. Der österreichische Bundespräsident Renner sprach in einem Interview die Hoffnung aus, daß die neuen sowjetischen Vorschläge "auch jetzt noch die Mauer von Enttäuschung und Verzweiflung niederreißen können".

In der Tschechoslowakei brach eine Staatskrise aus nachdem zwölf nichtkommunistischeMinister aus dem Kabinett zurückgetreten waren. Der kommunistische Ministerpräsident Gottwald erklärte, die Arbeiterklasse sei bereit, die verschwörerische Pläne der Reaktion zu zerschmettern, gleichgültig, welche Mittel dazu notwendig seien. Die Agenten der inländischen und ausländischen Reaktion dürften nicht in die Regierung zurückkehren.

In Prag: traf der stellvertretende sowjetische Außenminiser Zorin ein.

In London und Washington wurde die Besorgnis politischer Kreise über die Entwicklung in der Tschechoslowakei zum Ausdruck gebracht. Man befürchtet, daß die Tschechoslowakei die bisherige Unabhängigkeit von Moskau nunmehr rasch verlieren werde.