Auf der vierten Seite einer führenden Berliner Wirtschaftszeitschrift findet man eine ganzseitige Reklame der Rasno-Export GmbH., Berlin N 54, Brunnenstraße 19–21, Tel. 42 36 63 (auf der Leipziger Messe: Barfußgäßchen 2–8). Rasno-Export ist eine sowjetische Gesellschaft, die große Mengen der Erzeugnisse der Ostzone ausführt, die sie zu Stopppreisen für deutsches Papiergeld eingekauft hat. Die Besatzungsmacht hat selbstverständlich "nichts mit dem Unternehmen gemein", aber der Verkauf erfolgt in Devisen zugunsten der Sowjetunion. Rasno-Export bot nunmehr deutsche Qualitätsware auch auf der Leipziger Messe an. Ihren ausländischen Kunden ist es gleichgültig, wem sie die Dollars bezahlen. Uns jedoch kann es nicht unberührt lassen, wenn Dresdner Photoapparate, Meißner und Kahlaer Porzellane, Uhren von Thiel oder mechanisches Spielzeug, Bürsten, Pinsel, Textilien, Trikotagen, Teppiche oder Lederwaren ohne reellen Gegenwert unserer Produktion entnommen werden und einer Siegermacht Dollars einbringen. –n.