Als den größten Eindruck bei seinem Besuch in Berlin schilderte Sartre seino Begegnungen mit deutschen Studenten, die unter den schwierigsten Umständen ihre Studien fort setzen und die zum großen Teile das Empfinden haben, ohne Jede Zukunftsaussicht zu leben. Ihre Zweifel, hätten Ihm eine Verwandtschaft mit der französischen. Jugend aufgedeckt. Er habe das Gefühl, daß zwischen der Jugend Europas ein starker Wille zur Zusammenarbeit bestehe, und diesen Willen gelte es zu fördern.

Max Seiffert, der Nestor der deutschen Musikgelehrten, beging kürzlich seinen 80. Geburtstag. Seiffert hat sich besonders der Erforschung der Musikgeschichte des Barock (Bach, Händel, Sweelnick, Buxtehude, Böhm und Siefert), zugewandt. Obwohl Seiffert lange Zeit als Professor an, der Hochschule für Musik und an der Akademie für Kirchen- und Schulmusik in Berlin wirkte, war er doch besonders mit dem Hamburger Musikleben aufs engste vertraut, was am besten in seinen Arbeiten "Matthias Weckmann und das Hamburger Collegium Musicum" und "Die Musik Hamburgs Im Zeitalter Bachs" zum Ausdruck kommt.

In Lübeck, seit alters eine Metropole der evangelischen Kirchenmusik, wird in der Zeit vom 3 bis 7. September von der Landeskirche eine Tagung für Kirchenbau und kirchliche Kunst durchgeführt. Die Tagung wird mit einer Ausstellung über Denkmalpflege, kirchliche Kunst (Glasmalerei; Paramentik, kirchliche Geräte) und über gegenwärtige Kirchenprobleme verbunden sein.

Der amerikanische Armeeminister kündigte den Rücktransport von mehr als 200 Gemälden von den USA nach Deutschland an. Unter ihnen befinden sich Bilder von Raphael, Rembrandt und Tizian. Es wurde festgestellt, daß diese Werke auch schon vor dem Kriege deutsches Eigentum waren. –

Am 19. April wird in London die erste deutsche Buch- und Presseausstellung nach dem Kriege stattfinden. Es ist vorgesehen, diese Ausstellung später auch in Paris, New York und Buenos Aires zu zeigen.

Im Architektur-Gebäude der Technischen Hochschule Hannover werden im März Wiederaufbaupläne für ein – zerstörtes Bremer Stadtviertel von Studenten der Hochschule ausgestellt.‘ Die zahlreich eingegangenen Pläne, die auf Grund eines Wettbewerbs der Stadtverwaltung Bremen und des Lehrstuhles für Wohnungswesen an der Technischen Hochschule Hannover von den Studenten ausgearbeitet werden, geben Zeugnis von den Bestrebungen der Technischen Hochschule, in engster Verbindung mit der Praxis zu, bleiben.

Dr. Heinrich Kuppel, der Schauspieldirektor der Württembergischen Staatstheater, hat einen Ruf als Intendant an das Deutsche Schauspielhaus, in Hamburg erhalten. Dr. Ruppel hat die Berufung bisher nicht angenommen.