A 1s England jetet das neue internationale Wcken abkcmmeü utrteraeichaeie, gab- es" damit sein ablehnende Haltung auf, die es seit Beginn der internationalen Weizenverhandlungen vor 15 Jahren eingenommen hatte. Alk bisherigen Bemühungen Standen im Zeichen vorhandener oder erwarteter Weizejwbersdbüsse und deme n$preehnd niedriger Preise. Sie gingen daher von den Erzeugerländern aus und verfolgten die Erhöhung dtfr Preise auf ein erträgliches Maß. Als größter Verbraucher der Welt ist England jedoch fastausschließlich an. niedrigen Preisen interessiert. Die Erhaltung der Kaufkraft der Weizeaexportländer und ganz allgemein die Stabilisierung des Welthandels sind demgegenüber für England Gesichtspunkte von nachgeordneter Bedeutung, zumal die Weizenpfoduzenten der großen Exportländer auch durch Subventionen der eigenen Regierungen gestützt werden können. Durch die gegenwärtige Dollarknappheit und den Zwang, billig zu exportieren, wird die englische Haltung noch versteift und so ist noch die Konferenz im vergangenen Jahr "am Einspruch Großbritanniens gegen die vorgesdheaen Preise gescheitert. Inzwischen sind die Preise Jedoch wider Erwarten weiter gestiegen und liegen trotz des kürzlichen Sturzes noch immer über den Vorjahrsnotie~rungen. Iridem neuen Abkommen, an dem England allein mit fast 5 Mill t, das heißt rund 80 v. H. seines gesamten Eikfuhrbedarfes, beteiligt ist, hat es daher jetzt höhere Preise akzeptieren müssen. Das vierjährige sehr günstige Abkommen mit Kanada von 1946 über ntnd 4 Mffl t jährlich wird durch den neuen Vertrag Jedoch nicht berührt, während andererseits der Preis von 2 72 $, dep England tn dem kurzfristigen- Vertrag mit Australien über l Mffl t zahlt, af den Höchstpreis von 2 $ gesenkt wird. Sollten &rdi also durch später erhefoliche Preisembriicbe Verluste für England ergeben, o werden sie eich jedenfalls in Grenzen nalten.

Deutschland ist an dem Abkommen nicht beteiligt, obwohl die Westeonen mit einem GetreideImport von nttndl 4 Mfll, t im vergangenen und voraussichtlich auch in diesem Jahr an zweiter Stelk nach Großbritannien stehen. Ob sich die deutsche NkfatbeteiligUBig als Vor- oder als Nachteil erweisen wird, läßt 54 wegen der Ungewissen Preisentwicklung nch nicht übersehen.

Dasselbe gilt auf der anderen Seite für die — freiwillige — Außenseiterstellung Rußlands und. Argentinien. Argentinien, wegen seiner niedrigen Erzeugungskosten gegen Preisrückgänge weit weniger empfiadlidTak etwa Kanada, Australien oder die Vereinigten Staaten, ist entschlossen, die Konjunktur riaeh Kräften zu nutzen itnd wird spätei vielleicht eine sAnelte Umstellung seiner Landwirtfehaft auf andere Erzeugnisse versuchen. Die treibende Kraft bei dem neuen Abkommen wie bei eilen bisherigen internationalen Weizenverhandlungen war die Regierung der Vereinigten Staaten. Für sie ist ein ausreichender Weizenpreis nicht allein eine wirtschaftliche, sondern ebensosehreine soziale und damit eine eminent politische Aufgabe. Deswegen- hat sie sieh zu Stützungskäufen verpflichtet, sobald die, Preise eine bestimmte Untergrenze unterschreiten. Wenn nun der Weltmarkt die amerikanischen Expotitberschüss zu Höheren Preisen aufnimmt, wie das gegenwärtig der Fall ist, so fallen damit die Stützungslasten, die sehr flrückend werden können, fort — Mit zunehmender Bnhohrng der landwirtschaftlichen Produktion in Europa und Ostasien werden die Weizeupreise" jedoch in den kommenden Jaliren mjt größter Wafrocheinlicftkeit erheblich sinken. Unter dieser Entwicklung werden die Vereinigten Staaten besonders zu leiden haben. Nicht nur haben sie ihre Erzeugung in den letzten Jahren o stark ausgedehnt, dafi sie toi laufenden Jahr mit 14 Miß r Äe Hälfte der Weltweizenasfuhr"eteUea, sondern es Jsf apä anzunehmen, daß England — wahrscheinlich durch die von den USA so bekämpften zweiseitigen Handekabkonma — versuchen wird, zunächst die ExportüfoerscaÖSBe Kanadas und Australiens abzunehmen. In Umrissen detrten eicfi hier für dk komBlenden, Jahre sehr schwierige internationale und taneiamerlkanische Probleme an.

Die amerikanischen Bemühungen asm die Stabil eienmg des Weizenpreises haben jedoch noch andere Giisra. Man will überhaupt <frfi Weltmarkt möglichst stabilisieren, nieht mir am Farcht vor Krisen Sondern auch m den Welthandel und damitden eigenen Außenhandel wesentlich ausdehnen zu können. Dazu kommen die grwmdsätziichen Bestrebungen, das Freihaadeksytem wieder dürche: setzetft tud eine dei wichtigsten Vorawsstzungett dafür ist ein Welthandel ohne allzu stärke Spannimgen und Schwankungen. H. F W , Di Einfuhr v<jn Kubazueker jn die Doppekone soll bis zum Jahresende 710 000 t erreichen. 1947 wurden J4 000 t Zucke? Jn die Doppebon eingeführt.

tizenzträgenür"L, IJ. Lötens, Ewald Schmidt dl Simoni, Richard Tuijgel, Dr. Gerd Bucsrius.

Verlagt Zsli Verlag E Sctnsidt & Co, GÖAH, Hamburg l, Cartenshafle l, Telephon 32 10 64 Druck Btoschek & Co, Kämbarg 36, GroBe Bleichen. Ahoajiaus Bntspiais: RM 2— njonatl zuzfigl 20 ff, flxp Geb zuzügl. 20 W. Bestellgeld, bei StreifbandVwrsanlzraflgl 8 Pt Poito pro fcemplar Klne unverlanglm Vor aaszahluägeB Postab O Ea&saents nur mit vorheriger Zustimmung eteschL 20 H. Postgebühicn. Bei Zustellung IBS HtKs suzügi. ZeitoagszusteUgebuht. Einzel Verkaufspreis,! 40 P&,, Im Abonnemanta- aad Közelvakaofspreip sind weitete 881t, PeförderangskosteD pro Stück enthalten Anseigonpielse; Kompresse Anzeigen RM l— Je mm, Feltloraazelger, RM 2— je mm Keine Rabatte qnd MeDgcB aacMSse.

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