Unter dem etwas anreißerischen Titel "Frauen, Masken und Dämonen" hat der Afrikareisende Hans Schomburgk Filmmaterial von seinen zahlreichen Expeditionen in den Jahren 1913 bis 1932 zu einem abendfüllenden Kulturfilm (Defa, Schnitt und Montage Johanna Rosinski, Musik Ernst Roters) zusammengestellt, der nach Berlin jetzt auch in Hamburg zu sehen ist. Zwar sind Teile des Filmstreifens künstlerisch und technisch den heutigen Ansprüchen nicht mehr ganz gewachsen, aber dafür haben die Bilder den erhöhten dokumentarischen Wert, die Menschen der Urwälder Liberias in ihren Tänzen, ihren Sitten, Gebräuchen und handwerklichen Arbeiten in jenen Jahren festgehalten zu haben, als sie von der Zivilisation noch fast unberührt waren. Kostbare Aufnahmen seltener Tiere Afrikas und einer Landschaft von fremdartigem Reiz vermehren die angenehme Illusion einer abenteuerlichen-Reise (im Urania-Theater). EM.

Im sowjetischen Sektor Berlins wurde der Data-Film "Straßenbekanntschaften" uraufgeführt, der alle Schattenseiten des Nachkriegs-Berlin, besonders die Gefahr der Geschlechtskrankheiten zeigt.