Die Ausgangspunkte: Da wird erstens in Zürich der freie Kurs der Mark notiert. So betrug der Mittelkurs beispielsweise am 20. März 1,85 Mit anderen Worten: ein Franken kostet 54,05, RM. Da; nun in der Schweiz der Dollar mit 4,105 sfrs notiert wird, ergibt sich für einen Dollar der Preis von 221,90 RM. Das Pfund Sterling, auch wieder nach dem Freikurs, wird mit 596 RM notiert.

Und zweitens sind amerikanische und englische Zigaretten heute – noch – deutsche Standardwährung. Sie kosten nach Hamburger Kursen augenblicklich beim "Höker" 6 RM. Die frage ist nun, wie kommen die Zigaretten in solchen Mengen zu uns, daß sie den Wertmaßstab darstellen können, den sie ohne Zweifel repräsentieren? Der Nicht-Schwarz-Großhändler kann sich dabei auf zwei Tips verlassen: Als Belsen durch eine Razzia kurze Zeit als Lieferant ausfiel, stiegen die gerade gefallenen Zigarettenpreise von 5 auf 7 RM... Und in amerikanischen Zeitungen inserieren viele, sehr viele Versandfirmen 2000 Camel, Lucky Strike and so on für 10 $...

Schürzen wir nun den Knoten, indem wir den finanziellen Weg der "Ami" verfolgen. 2000 Zigaretten bringen im Großabgabepreis aus erster Hand 3,80 RM durchschnittlich je Stück. Was lagen will, daß das Zehn-Stangen-Paket 10 $ im Einkauf kostet und im Verkauf 7600 RM einbringt. Setzen wir nun den Züricher Freikurs von 221,90 RM für 1 $ ein, dann kosten die 2000 Zigaretten 2219 RM im Einkauf. Der (Gewinn beträgt also "nur" 5381 RM oder in Dollar zurückgerechnet – immer nach Züricher Kurs – 24,20 $. Dafür kann man wieder 4840 Zigaretten einkaufen, wenn nicht vorgezogen wird, Wertgettnstände sich anzuschaffen, die mancher aus der Not vor dem Verhungern hingibt.

Fazit: Der Job lohnt sich, aber nur für Dollarbesitzer. Zu diesen Glücklichen rechnen Deutsche nicht. W–n.