Eine deutsche Uraafführung in Bremen T l nt er dem elegischen Titel ,, denn es will lAberid werden" stellte der Engländer Emlyn Williams drei Akte" als deutsche Uraufführung im Kleinen Haus des Bremer Künstlertheaters vor. Sein Stück, das im Sherlock Holmes Därnmerlicht eines walisischen Landhauses spielt, dürfte der letzte Schrei des Kriminalschausjjiels sein, das, spannungsgeladen, durchpsychologisiert k la Priestley, logisch konsequent (der kluge Beobachter ahnt bereits nach zehn Minuten, wer es ist!) und bis zum letzten, fast brutalen Nervenkitzel (der Kopf einer schönen Frau in der Hutschachtel) aufpeitschend, auch in Deutschland, wo der Örei Groschen Roman immer noch nicht ausgestorben sein soll, sein Stammpublikum finden witd " "; J " 1 Schließlieh wäre noch zu bemerken, daß Williams ein angesehener Schauspieler sein soll, der genau- weiß, was seine Zuschauer sehen wollen. Die Aufführung (Regie H. J. Klein) mit dem talentierten Karlheinz Kellermann als Botel boy, Allerweltskerl und Doppelmörder, wurde erstaunlich herzlich aufgenommen, wozu nach dreistündigem Gruseln nur Besucher mit eingefetteten" Nervenbündeln imstande gewesen sein dürften Kurt Reuter