Ziel, von dem alle Beteiligten hoffen, daß es nicht in gar so weiter Ferne liegt. Ob und wann dieses Ziel erreicht wird, hängt von Faktoren ab, die außerhalb der Möglichkeit einer Ausstellung liegen. Daher ist Flensburg heute nur ein "Schaufenster" zum Norden". Dank seiner Grenzlage ermöglicht es den"skandinavischen Besuchern, ohne Devisen und Einreisegenehmigungen mit deutschen Marktverhältnissen vertraut zu werden. So können Vorarbeiten geleistet werben, die sich auf den Skandinavien Handel günstig auswirken dürften, wenn eines Tages Bremsklötze wie Einfuhrverbote, Doliarklausel, Antrags- undBewilligungsverfanren entfernt sind. Daher müßte es auch das Bestreben der Flensburger Ausstellungsleitung sein, den tatsächlichen Bedarf der skandinavischen Länder festzustellen und die Musterschau danach zusammenzustellen. Das scheint bisher noch nicht genügend beachtet worden zu sein, obgleich die Messeleitung in diesem Jahr schon versucht hatj durch die Hereinnahme von Ausstellern aus allen Zonen dieser Forderung gerecht zu werden. Doch immer noch nimmt das Kunstgewerbe mit 50 Ausstellern und die Gruppe Schmuck- und Silberwaren mit 25 Ausstellern einen viel zu breiten Raum ein. Die Textilindustrie, die mit 110 Ständen sehr stark vertreten ist, ist zwar für Dänemark von Bedeutung, doch ist Schweden mit Textilien übersättigt. Besonders groß ist das Interesse Schwedens und vor allem Dänemarks an Ersatzteilen für Fahrräder und Autos, die in Dänemark vielfach deutscher Herkunft sind. Die Autombbilindustrie, die im Außenhandel mit dem Norden immer eine führende Rolle spielte, fehlt leider 1 ganz. Vielleicht sind manche Aussteller auch entmutigt durch den Mißerfolg des Vorjahres, als sie zwar für 20 Mill. Dollar Aufträge erhielten, aber wegen fehlender Importgenehmigungen nur zwei Aufträge der Textilindustrie über bedruckte Baumwollstoffe für 65 000 Dollar und 62 000 Dollar und in Auftrag über Eisenwaren für 4000 Dollar realisiert werden konnten.

,Das Interesse der skandinavischen Kaufleute an der Flensburger Export Musterschau ist recht lebhaft. Im Juni wird eine Schweden Woche abgehalten werden, und im August soll eine DänenWoche folgen. Es ist nur zu hoffen, daß dann die hübschen Ladenstraßen und sonnigen Kaffee: terrassen der Flensburger Export Musterschau an der idyllischen Förde die skandinavischen Gäste nicht nur zum" Beschauen und Verweilen, zum Beraten und Kennenlernen einladen werden, sondern daß bis dahin Voraussetzungen für tatsächliche Abschlösse- geschaffen sind. Der Frmdclsabschluß mit Schweden bildete hoffentlich im vorigen Monat den Auftakt. Augenblick- lieh wi rl in Frankfurt zum dritten Male wegen eines Handelsvertrages zwischen Dänemark ufid der Doppelzone verhandelt. Die nordischen Staaten können auf dem deutschen Markt als Käufer nur auftreten, wenn eine. Möglichkeit gefunden wird, ihn gleichzeitig als Absatz für ibfe Produkte wiederzugewinnen Flensburg"und. Flensburg nicht allein —hofft, daß es noch wähsein Sciaufenster in ein Tor umzuwandeln, das für den Güterverkehrin beiden Richtungen weit geöffnet ist u. S. Lizenzlrägen Dr L H Loren?, Ewirtrj Schmidt dl Simcnl, Richard Tüogel, Dr Gerd Bucerius Verlag: Zeit Verlag E Schmidt & Co fitnbH, Hamburg l, Druck: Broschek & Cp , Hamburg 36, GroßeBleichen. Ab et nnemens,>,ioi Rlv;2 rm nali, Kxp Geb suzügl 20 Pf. Bestellgeld, bei Streifijandversand zuzügl.8 Pf. Porto pro Exemplar. Keine unverlangten Vorauszahlungen Postabonnements nur mit vorheriger Zustimmung des Verlages. Postabonnementspreis monatlich RM 2 20 einschl 20 Pf Postgebühren. Bei Zustellung ins Haus zuzügl Zeitungszustellgebühr Binzelverkaufspreis: 40 Pf ", Im Abonnements un<T Eirizeiverkaufspreis sind w&e08 PL Beförderungskosten proStück enthalten.

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