vom 13. Mai bis 19. Mai 1948

Außenminister Marshall lehnte den Gedanken – einer amerikanisch-sowjetischen – Konferenz zur Beseitigung der Meinungsverschiedenheiten ab. Die einzige Möglichkeit eine Regelung der schwebenden Fragen zu erreichen bestehe darin, diese Fragen in den bereits bestehenden Organen zu erörtern, die zu diesem Zweck eingesetzt seien, Molotows Antwort habe keinen Wechsel in der Haltung Rußlands erkennen lassen. Marshall fügte hinzu, die USA-Regierung habe nicht die Absicht, besondere Verhandlungen mit der Sowjetregierung über Angelegenheiten zu führen, die die Interessen anderer Mächte berührten.

Präsident Truman ersuchte den Kongreß um Bewilligung von weiteren 2,4 Mrd. Dollar für Verteidigungszwecke. Zusammen mit den für die USA-Luftstreitkräfte beantragten 725 Millionen Dollar sind damit 3,2 Mrd. Dollar zusätzlich zu den ordentlichen Haushaltsmitteln beantragt worden. Der Militärhaushalt sah zunächst im Januar insgesamt 11 Mrd. Dollar vor.

Die amerikanische Regierung schlug dem Senat vor, eine Entschließung zu billigen; in der kollektive Verteidigungsabkommen nach Art der Westunion und die amerikanische Beteiligung an derartigen Abkommen gutgeheißen werden.

Die USA würden ihre Lieferungen an jede europäische Nation einstellen, die Waffen an Rußland liefere, erklärte der Administrator des Marshall-Planes, Paul Hoffman.

Auf einer Versammlung erklärte Präsident Truman, daß während der nächsten vier Jahre ein Demokrat im Weißen Haus sitzen werde, Dieser Demokrat werde er selbst sein.

Der Parteitag der Labourparty wurde vonihrem Vorsitzenden, Kriegsminister Shinwell, eröffnet. Shinwell kritisierte in seiner Eröffnungsansprache die Nationalisierungspolitik seiner Partei. Die Nationalisierung der Kohlenindustrie in ihrer gegenwärtigen Form sei noch nicht ausreichend.