Der Ausfuhr aus den vier Besatzungszonen Deutschlands nach den Niederlanden im Werte von 17,89 Mill. $ (ohne Kohlen, Kali und Holz) stand 1947 eine Einfuhr von 5,41 Mill. $ gegenüber.

Nach langwierigen Verhandlungen ist vorbehaltlich der Zustimmung der Besatzungsmächte die Leitung der Notenbank der Westzonen, der Bank Deutscher Länder, gebildet worden, An der Spitze der Bank steht als Präsident des Zentralbankenrates Karl Bernard. Zum Präsidenten des Direktoriums wurde Geheimrat Vocke gewählt. Der föderalistische Aufbau der Bank ist. geblieben und wird nach Meinung deutscher Sachverständiger ein wesentliches Hemmnis für die Arbeit der Notenbank sein.

Die Mailänder Messe kann für die deutschen Aussteller als durchaus positives Ergebnis des ersten Auftretens deutscher Aussteller auf einer Auslandsmesse nach dem Kriege gewertet werden. Die getätigten Abschlüsse werden auf etwa: 400 000 $ geschätzt. Ob diese Exportverträge durchgeführt werden können, wird davon abhängen, daß diese Verträge in den 10-Mill.-$-Handelsvertrag mit Italien eingebaut werden.

Auf der Mailänder Musterschau sind italienische Arzneimittel mit dem Bayer-Kreuz und anderen deutschen Firmennamen, – wie Knoll und Schering, ausgestellt. Von den Geldern für das europäische Hilfsprogramm wird der amerikanische Bewilligungsausschuß voraussichtlich mindestens ein Fünftel als rückzahlbaren Kredit gewähren wollen. Da jedoch einige Staaten, wie Deutschland, Österreich und Griechenland, nicht in der Lage sein werden, diesen Verpflichtungen nachzukommen und Zuwendungen nur ohne Rückzahlungspflicht erhalten können, müssen andere Staaten, die am Marshall-Plan teilnehmen, ihren Anteil mit übernehmen.

Die Wiederaufnahme der Aluminiumproduktion in der Doppelzone von zunächst 40 000 t aus vorhandenen Bauxitvorräten von 270 000 t wurde zum erstenmal seit Kriegsende genehmigt. Das Werk Toeding in Bayern hat im April 150 t produziert. Im Juni soll das Werk Lüning bei Dortmund ebenfalls in Betrieb genommen werden.

Ein Devisenbonus von 40 v. H. des Ausfuhrwertes für den Export der keramischen und Textilindustrie. wurde von der JEIA bekanntgegeben. Der bisherige Exportbonus A tritt damit für Exporteure der keramischen und Textilindustrie außer Kraft. Die Exporteure, die künftig einen 40prozentigen Devisenbonus erhalten, können die gesamte Devisenmenge zur Einfuhr von Rohstoffen verwenden. Der fünfprozentige Devisenbonus B für Arbeiter der fraglichen Esportbetriebe bleibt unverändert.

Ausgedehnte Kohlenlager Sind kürzlich in der Südafrikanischen Union entdeckt worden. Eine südafrikanische Firma beabsichtigt, aus Kohle Öl herzustellen und hofft, daß 1952 jährlich 60 Mill. Gallonen (1 Gallone = 3,7 Liter), gewonnen werden können.