Die Produktion der Automobilindustrie (einschließlich Ersatzteile und Zubehör) erreichte im Jahre 1936 rund 4 v. H. der deutschen Gesamtproduktion. Der Exportanteil am Gesamtabsatz betrug damals ca. 8 v. H. 1938 war der Ausfuhrwert doppelt so hoch wie 1936. Diese wenigen Ziffern beleuchten die Stellung, die die Kraftfahrzeugindustrie vor dem Kriege einnahm. Von Interesse ist aber auch ein Rückblick auf die Entwicklung des deutschen Außenhandels mit Kraftfahrzeugen:

1913 rund fünffacher Ausfuhrüberschuß, gegenüber Einfuhr

1924-1928 rund zweifacher Einfuhrüberschuß gegenüber Ausfuhr

1930-1932 starkes Absinken der Einfuhr

1931 rund dreifacher Ausfuhrüberschuß gegenüber Einfuhr

1935-1938 sehr starke Ausfuhrsteigerung, zum Beispiel 1936 und 1938 rund zwölffacher Ausfuhrüberschuß

Da die Automobilindustrie (abgesehen von den Zeiten der Depression) ein wesentlicher Faktor des deutschen Außenhandels gewesen ist, darf man nicht daran vorübergehen, daß der Export von deutschen Kraftfahrzeugen, Ersatzteilen und Zubehör eine Quelle für die Amortisation und Verzinsung der – Aufwendungen zugunsten der Westzonen sein muß, wie sie von alliierter Seite nun erfolgen. Hinter dieser Erkenntnis sollten die Gesichtspunkte zurücktreten, die bei den Besatzungsmächten eine mit Rücksicht auf die eigene Industrie gewünschte Exportverlagerung zugunsten von Rohstoffen erkennen lassen.