Nichtdemokraten und Demokraten erhalten in der Aufführung der Shaw-Komödie kein gutes Beispiel demokratischen Regierens. Bei der Premiere (in den Hamburger Kammerspielen) waren zwei Bürgermeister und einige Senatoren zugegen – nicht eigentlich wohl dieserhalb, sondern des fünfundzwanzigjährigen Bühnenjubiläums wegen, das der Darsteller von Königen und eleganten Herren, Erwin Linder, nach vielen Vorhängen mit Ehrungen coram publica beging. Das Stück erprobt in amüsanten, bissigen und klugen Dialogen ja nicht nur die Transparenz von Amts- und Parteikulissen, sondern auch in hohem Maße die Fähigkeiten der Darsteller. Diese boten, unter der Regie von Erich Pabst, unterstützt durch ein Bühnenbild, das dem Milieu nahekam (Helmut Koniersky), ein sehr gut charakterisiertes Spiel, das Übertreibungen sorgfältig mied und zu heftig ironische Ausfälle des Textes milderte, ohne sie zu hemmen. Der Beifall war sehr herzlich. – No.