Der international Pen-Club hat auf seiner Tagung in Kopenhagen die Neugründung des deutschen Pen-Klubs in Deutschland beschlossen.

Die erste amerikanische Bibliothek in der britischen Zone wurde im amerikanischen Generalkonsulat in Hamburg eröffnet. Sie enthält 4000 Werke der amerikanischen Philosophie, Theologie, Sozialwissenschaft, Geschichte und Geographie, der Naturwissenschaft und der Mathematik; auch schöngeistige Literatur ist vorhanden.

Das amerikanische Schauspiel "Trauer muß Elektro tragen" von O’Neill wurde in Leipzig wegen seiner "reaktionären Tendenz" und "Dekadenz" Verboten.

Die katholischen Bischöfe in den USA haben für 100 Studenten aller Fakultäten aus der amerikanischen Besatzungszone Deutschlands 100 000 Dollar ausgesetzt, die ein Studium an einer katholischen Universität in Amerika ermöglichen. An der Universität Münster werden im Laufe des Sommersemesters rund 600 evangelische Studenten und Dozenten eine Lebensmittelspende der Evangelischen Kirche der USA erhalten, die wöchentlich für jeden Empfänger ein Weißbrot, 125 g Margarine und 100 g Zucker betragen wird.

Der Kölnische Kunstverein zeigt vom 8. Juni bis 4. Juli im Hahnentor Ölbilder, Monotypien und Handzeichnungen des Wiesbadener Malers Alo Altripp und von Edgar Ende, München. Die Bilder werden. anschließend zu einer Ausstellung des Museums für Moderne Kunst in New York befördert. Alo Altripp gehört zu den bemerkenswertesten Vertretern der abstrakten Kunst; Edgar Ende behauptet seit Jahren seinen festen Platz unter den surrealistischen Malern, auch Ende war in den letzten 20 Jahren ständig auf Ausstellungen in Amerika vertreten.

Eine "Kunstausstellung ohne Namen" wurde im Rathaus in Berlin-Schöneberg eröffnet. Jeder Besucher kann drei Bilder bezeichnen, die ihm am besten gefallen. Die meistgenannten Bilder sollen dann mit dem Namen des Künstlers bekanntgegeben werden.

Die Züricher Festwochen, auf denen Furtwängler und Knappertsbusch dirigieren, wurden durch einen Strawinsky-Balletabend eröffnet. Bei dem Ballett "Noces" hatte der Ballettmeister Macke Orchester und Klaviere auf die Bühne gestellt und in der Ausdeutung der stilisierten russischen Hochzeitsmusik jenen Stil herausgearbeitet, den in Deutschland Carl Orff weiterverfolgt hat. Weiterhin sind innerhalb der Festspielwochen eine Uraufführung eines Schauspiels von Bert Brecht und Festaufführungen von "König Lear" und "Wozzek" vorgesehen. Auf einer Ausstellung werden die Werke Georges Rouaults, des wohl expressivsten modernen französischen Malers, gezeigt werden,