Die Militärregierungen der drei westlichen Besatzungszonen haben in eigener Verantwortung das erste Gesetz zur Geldneuordnung (Gesetz Nr. 61 der britischen und amerikanischen, Gesetz Nr. 158 der französischen Zone) sowie die erste Durchführungsverordnung hierzu erlassen. Weitere Gesetze und Durchführungsverordnungen werden folgen. Erstmals gilt der deutsche Text in Anordnungen der Besatzungsmächte als maßgebender Wortlaut.

Bezeichnung

Die neue Währung heißt "Deutsche Mark"; sie löst die bisherigen Bezeichnungen Reichsmark, Rentenmark und alliierte Militärrock ab.

Währungsgebiet

Die Geldneuordnung tritt in Kraft in den Ländern Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bayern, Bremen, Hessen, Württemberg-Baden, Baden, Württemberg-Hohenzollern und Rheinland-Pfalz ("Währungsgebiet"). Für Berlin, das außerhalb dieser Regelung bleibt, ist durch den Bürgermeister Louise Schröder eine gesonderte Geldneuordnung angekündigt worden.

Daten –

Das alte Geld hat mit Wirkung vom 20. Juni, 24 Uhr, seine Gültigkeit verloren. Vom 20. bis 26. Juni ist Altgeld bei den Kreditinstituten und deren Hilfsumtauschstellen abzuliefern. Bis 26. Juni wird ein Schuldenmoratorium gewährt. Bis spätestens 31. August bleiben Münzen und Geldscheine bis zum Nennwert von 1 Reichsmark mit einem Zehntel ihrer bisherigen Zahlungskraft als gesetzliches Zahlungsmittel in Kraft. Die Landeszentralbanken verabfolgen unbeschränkt neue gesetzliche Zahlungsmittel gegen Einzahlung derartiger Geldzeichen. Übergangshilfen für geschäftliche Zwecke müssen bis zum 26. Juni beantragt werden.