"Und aus seinen Finsternissen

tritt der Herr, soweit er kann,

und die Fäden, die zerrissen,

knüpft er alle wieder an."

Beim Lesen dieser Hebbelworte denkt heute wohl jeder unwillkürlich zuerst an den deutlichen Export und bei der Einschränkung "soweit er kann" an die JElA. In den letzten Tagen der zweiten Hannoverschen Exportmesse nannte der Volksmund diese Institution im Scherz nur noch die "JEIPA" (Joint Export Import Prevention Agency). Wer sich noch erinnert, wie stark eine verbitterte Ohnmacht sich im letzten Jahrzehnt Deutschland immer in Flüsterwitzen abzureagieren suchte, wird Sinn und Ausdruck dieser Kritik richtig verstehen.

Daß die zweite Exportmesse ein Erfolg gewesen wäre, behaupten in diesem Jahre nicht einmal mehr, die glühendsten Verehrer. Wenn auch das materielle Ergebnis der Messe, das in diesem Jahr noch unter der Hälfte der Ergebnisse des Vorjahres zurückblieb, deprimierend ist, so ist noch die endlich allgemeine Erkenntnis, daß es mit dem deutschen Export so nun wirklich nicht weitergehen kann, ein positives Ergebnis. Die Worte von Sir Cecil Weir: "Diese Messe hat mich davon überzeugt, daß aufs schnellste die Schwierigkeiten, die die deutschen Außenhandelsgeschäfte beengen, beseitigt werden müssen" drücken die allgemeine Kritik an dem zu stark bürokratisierten Exportsystem aus.

Aber bisher nützten die schönsten Versprechungen höchster alliierter Stellen, daß sie alles tun wollten, damit Deutschland seine frühere Stellung als eines der wichtigsten Handelszentren der Welt wiedererlangen kann, nicht viel. Die Praxis sieht leider ganz anders aus. Wenn sogar Kreise aus der Federation of British Industries dem Board of Trade erklären, daß sie entschlossen seien, die drohende Konkurrenz "ehemaliger Feinde" auf bestimmten Exportmärkten mit allen Mitteln zu bekämpfen, und verlangen, daß die Preise für deutsche Waren so festgesetzt werden müßten, daß mit den dann im Zwischenhandel entstehenden englischen Profiten die Kosten der alliierten Ernährungshilfe für Deutschland wettgemacht werden könnten, dann weiß man wirklich nicht, was man dem Direktor der JEIA von deutscher Seite antworten soll, wenn er immer wieder behauptet, es läge in unseren Händen, dem Übel verminderten Exports abzuhelfen.