Seit Montag kann man beobachten, wie der Einzelhandel seine Auslagen neu dekoriert; Die bisher "freien" Waren verschwinden, weil man für sie keinen Absatz mehr erwarten kann. Zögernd erscheinen andere Waren, nach denen sich das Herz der Verbraucher lange gesehnt hat.

Mit erfreulicher Schnelligkeit wurde die Aufhebung der Militärregierungs-Bekanntmachung über die Kontrolle und Verteilung von Verbrauchsgütern angekündigt. Als erste Freigaben sind zu erwarten: Schreibmaschinen, Vervielfältigungs-, Rechen-, Buchungs- und sonstige Büromaschinen, Registrierkassen, Stahlblech schränke und Unterliegen für Betriebe. Für die Landwirtschaft sollen Sensen, Forken, Schaufeln, Spaten, Hacken, Gießkannen, Düngerstreuwannen, Hufeisen, und sonstige? Material für den Hufbeschlag und Kartoffelkörbe freigegeben werden. Für den Haushalt werden Töpfe, Kessel, Wannen, Eimer, Pfannen, Schüsseln, Bestecke, Öfen, Herde, Gaskocher, elektrische Geräte, Eisenbettstellen, Stahldrahtmatratzen, Nähmaschinen und Kinderwagen zum freien Verkauf gestellt. Weiter ist für den Normalverbraucher von Wichtigkeit, daß Fahrräder, Zubehör Ersatzteile und Bereifungen, ferner Radiogeräte und Röhren, Uhren und Brillen zum Verkauf freigestellt werden. Auch der Absatz von medizinischen und technischen Geräten und Instrumenten wird von Beschränkungen befreit. Schließlich soll auch der Handel in Kraftfahrzeugen grundsätzlich keinen Beschränkungen mehr unterliegen, obwohl hierfür noch "Überwachung des Marktes" erwogen werden soll. Für Textilien ist die Ausgabe einer Punktkarte vorgesehen. eg.