Das jetzt verkündete Gesetz gegen Kompensationen sieht hohe Geld- und Gefängnisstrafen für diejenigen vor, die für eine Leistung eine andere Gegenleistung als Geld in deutscher Währung anbieten, versprechen, gewähren oder fordern, und für jene, die sich solche Gegenleistungen versprechen oder gewähren lassen. Das Gesetz verbietet ebenfalls Sachleistungen an Arbeiter, soweit sie nicht bereits vor 1939 üblich waren.

Gegen die Benachteiligung der Landwirtschaft in der Versorgung mit Krediten protestierte die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Bauernverbände bei der Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Die Subventionen für den Kohlenbergbau können nach der Geldreform von den Ländern der Doppelzone nicht mehr in der bisherigen Höhe getragen werden. Bergbau und deutsche Behörden vertreten die Auffassung, daß es zweckmäßig wäre, den Zechen für die exportierte Kohle den Weltmarktpreis in D-Mark zu vergüten und dadurch den größten Teil der Subventionen überflüssig zu machen.

Eine große Anzahl Werkzeugmaschinen der ehemaligen deutschen Wehrmacht soll jetzt für die Betriebe freigegeben werden, die unter das Demontage-Ausgleichsgesetz fallen, und solche, denen Maschinen durch Einzelmaßnahmen der Militärregierung entnommen wurden.

Von Deutschland als Reparationen an Dänemark gelieferte Maschinen mußten teilweise billiger verkauft werden, als die Kosten des Transportes und die Zolltarife betrugen. Dänische Ingenieure sollen jetzt nach Deutschland geschickt werden, um dafür zu sorgen, daß für die dänische Wirtschaft brauchbarere Maschinen in deutschen Fabriken demontiert werden.

Die Abschreibungsfreiheit im neuen Einkommensteuergesetz für bestimmte Ersatzbeschaffungen beträgt 50 v. H. bis zum Höchstbetrag von 50 000 DM, nicht, wie berichtet worden war, 58 v. H. Die Grenze für den steuerfreien, nichtentnommenen Gewinn beläuft sich wie bisher auf 10 v. H., nicht 78 v. H.

Ein Währungs-ABC, eine Zusammenfassung der wichtigsten Vorschriften und Fragen im Zusammenhang mit der Währungsreform wird in der neuesten Ausgabe (Nr. 29) der „Informationen für die Wirtschaft“ (Die Zeit, Ausgabe B) veröffentlicht.