Für die Abschaffung des Bonus B sprach sich der Ausschuß des Außenhandels des Wirtschaftsrates einstimmig aus. Der Militärregierung soll vorgeschlagen werden, den Bonus A zu erhöhen.

Die JEIA hat folgende Banken in die Liste der genehmigten Außenhandelsbanken aufgenommen: Conrad. Hinrich Donner, Hamburg; Schröder Gebrüder & Co., Hamburg; Holstenbank, Kiel, und Lübecker Bank für Handel und Industrie.

Mit einer baldigen neuen Erhöhung der Kohlen- und Eisenpreise wird gerechnet. Zur Deckung der Mehrkosten im westdeutschen Steinkohlenbergbau sind mindestens 10 DM je t Förderung nötig. Der inländische Preis soll um 1,50 DM je t erhöht und die restlichen 2,50 DM durch eine veränderte! Verrechnung der Kohlenexporte bereitgestellt werden. Zum Ausgleich der verteuerten Auslandsbezüge soll außerdem der Stahlpreis um etwa 12 DM je t Rohstahl erhöht werden. Luxemburg möchte Deutschland, seinem größten Vorkriegslieferanten für Eisen, gern mehr Eisenerze liefern, da es gegenwärtig über 2 Mill. t Eisenerz auf Halde liegen hat, die abfließen müssen, wenn der Erzbau weiterhin rentabel sein soll.

Zehn Betriebe der Siegerländer blechverarbeitenden Industrie, die für Bergbau, Verkehr, Chemie und Nahrungsmittelindustrie von großer Bedeutung sind, haben den Demontagebefehl erhalten.

Das Volkswagenwerk hat bisher fünf Generalvertretungen im Ausland, und zwar in Schweden, Dänemark, Belgien, Holland und der Schweiz. Der Ausfuhrpreis für den Volkswagen liegt bei 800 $. (Inlandspreis 5300 DM).

Der Kursrückgang der D-Mark von 60 DM auf weniger als 30 DM für 100 sfr an der Züricher Börse wird auf private Verkäufe durch Mitglieder der französischen Besatzungsmacht „rückgeführt, die R-Mark zu einem günstigen Kurs in D-Mark umtauschen konnten und nun in ihrer Zone nicht genügend Kaufmöglichkeiten haben. Die Umsätze sind nur gering. Rückschlüsse auf den Außenwert der D-Mark lassen sich aus diesen Notierungen nicht ziehen.

Als Folge der Sperre der Zonengrenze durch die Sowjetbehörden ist die Kaliförderung von 5000 t auf 3000 t täglich gesunken. 400 Arbeiter aus dem Kreise Rothenberg und 250 Arbeiter aus der russischen Zone können wegen der Sperrung der Zonengrenze nicht mehr an ihre Arbeitsstätten gelangen-