Wir zitieren : Die englische Fachzeitung "Jeweller and Metalworksr" vom 1. Juli 1948 berichtet über di_e 15. Jahresversammlung des Verbandes der britischen Großund Kleiauhrenfabrikanten: , , Mr. Barre hat In den vergangenen drei Jahrea ausgedehnte Verhandlungen und Besprechungen geführt, um zu erreichen, daß das künftige Niveau der deutschen Uhrenindustrie unterhalb der 72 v. H des Standes von 1938 festgesetzt werde, die dia Alliiert? Kontrollkommission zugestanden hat. Wir freuen uns, Ihnen berichten zu können, daß im Endergebnis ein Obereinkommen darüber erreicht worden. Ist, die deutsche Uhrenindustrfe auf 50 v. H, ihres Standes von 1938 zu drücken. Das ist es, was wir haben wollten, und obzwar kein Zweifel darüber sein kann, daß die Deutschen schließlich ihre Uhrenindustrie auf starker Grandlage wieder entwickeln werden, so bedeutet der augenblickliche Stand der Dinge doch, daß der britischen Industrie eiie gewisse Atempause gegeben ist, um sich auf einer gesunden Grundlage zu organisieren. Mr. Barrett ist bereits der Dank des Verbandes für seine, geduldige und unermüdliche Arbeit an diesem Ergebnis übermittelt worden. Danach werden die Einrichtungen einer Reihe von deutschen Fabriken für Reparationszwcke abgezogen werden. Mr. W. Cope hat diese Fabriken neuerdings besiditigt, ebenso wie gewisse andere Maschinen, die unser Land wird bekommen können.

0" Die englische Uhrenpröduköon, die vor deft Kriege etwa 70000 Stück monatlich betrug, ist, wie WID meldet, heute auf 300000 Stück im Monat angewachsen. Während England vor dem Kriege etwa 4500 Uhren im Monat exportierte, erreichte die Ausfuhr im März d. J. 64 579 Stück. Seit Kriegsende hat die englische Uhrenfabrikation zwei Gebiete besonders entwickelt: die Weckerproduktion und die Armband- und Taschenuhrherstellung; Eine Verdreifachung der Weekerproduktion, die jetzt ca. 1 5 Mill. Stück im Jahr beträgt, wird angestrebt.

Die deutsche Uhrenindustrie, dagegen wird von der vorgesehenen Demontage in der französischen Zone, die den Abbau von 38 Uhrenfabriken vorsieht, hart betroffen "Der neue Eingriff in dia Uhrenindustrie ist als das Resultat von Mr. Barretts jahrelangem unermüdlichem Wirken anzusehen und eindeutig- gegen die deutsche Konkurrenz gerichtet", schreibt di°. Stuttgarter "Wirtschaftszeitung", die den zitierten Artikel des englischen Fachblattes aufgespürt hat und fährt fort: "Dies paßt schlecht zu "dem MarshallPlan, noch schlechter zu den englischen Beteuerungen, daß es nicht db Interessenten sind, di die Demontageliste bestimmten, und es paßt ganz schlecht zu allen Vorstellungen vom freien internationalen Wettbewerb und fair play