In Leipzig werden mit Hochdruck dl Vor Bereitungen für die am 29. August beginnendeHerbstmesse betrieben. Mit Stolz teilt das Leipziger Messeamt mit, daß erstmalig nach dem Kriege Polen und Ungarn als Aussteller teilnehmen wollen. Auch Ägypten, die Niederlande und die Sowjetunion werden diesmal die Leipziger Messe beschicken.

Einen ganz besonderen Wert scheint die Deutsche Wirtschaftskommission der Ostzoneauf eine verstärkte Teilnahme westdeutscher Einkäufer zu legen. Um ihnen, die Fahrt nach Leipzig zu erleichtern, wurde die komnende Herbstmesse um zwei Tage, bis zum 15. September verlängert. Damit ist aber noch lange nicht gesagt, daß Westdeutschland überhaipt an der Messe in Leipzig teilnehmen kann. Anscheinend ist es leichter, aus Moskau, Kairo und Budapest nach Leipzig zu gelangen, als aus Hamburg, Bremen, Frankfurt oder Stuttgart. Im Augenblick verhandelt die Deutsche Wirtsckaftskommisssion noch in Frankfurt mit der zuständigen Stellen der Doppelzone über das Umtauschverhältnis der "Deutschen Mark" der Westzonen gegen die "Deutsche Mark" o r Ostzone. Die Vertreter der DWK sind für ein gegenseitiges Umtauschverbältnis von l : l, während westdeutsche Stellen dieses, Umtauschverhältnis angesichts der Unklarheit über den Umfang der "Produktion" von Ostmark für untragbar halten und eine bessere Relation fordern. Leider ist es höchst zweifelhaft, ob dieser Streit rechtzeitig und von deutschen Stellen beendet werden kann und ob daher überhaupt Sonderzüge aus dem Westen nach Leipzig fahren werden ww