vom 19. August bis 25. August 1948

In Moskau setzten die Sonderbotschafter der Westmächte die Verhandlungen mit Marschall Stalin und Außenminister Molotow fort. Die größten Schwierigkeiten waren in der Frage entstanden, ob Rußland allein oder alle vier Besatzungsmächte die Währung Berlins kontrollieren sollen.

Premierminister Attlee hielt mit Kabinettsmitgliedern und führenden Militärs Besprechungen über vorläufige Pläne zur Verlangsamung der Demobilisierung ab, die infolge der gespannten Lage gefaßt werben mußten.

Verteidigungsminister Forrestal führte in Ottawa mit kanadischen Militärsachverständigen Besprechungen. Es soll eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften der beiden nordamerikanischen Staaten geplant sein.

Die Donaukonferenz nahm den sowjetischen Entwurf zu einer neuen Donaukonvention mit den Stimmen der sieben Anliegerstaaten an. Großbritannien und Frankreich lehnten die Anerkennung der neuen Konvention ab und stellten fest, daß der Vertrag von 1921 ohne Einververständnis der Signatarstaaten nicht für ungültig erklärt werden könne.

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Auf der letzten Sitzung der Abrüstungskommission der UNO griff der sowjetische Delegierte Malik die USA mit der Behauptung an, sie bedrohe die ganze Welt mit ihren 418 militärischen Land- und Seestützpunkten außerhalb ihrer Grenzen. Der USA-Delegierte Osborn warf der Sowjetunion daraufhin vor. daß die sowjetischen Rüstungsausgaben das Doppelte der entsprechenden Kosten im amerikanischen Staatshaushalt betragen.