vom 26. August bis 1. September 1948

In Moskau fanden erneut Besprechungen zwischen den Vertretern der Westmächte und Außenminister Molotow statt. Korrespondentenberichten zufolge soll eine Einigung über die Berliner Währung erzielt worden sein. Danach werde in Berlin nur die Ostmark unter Viermächtekontrolle als Zahlungsmittel gültig sein.

Vor dem neuen Stadthaus demonstrierten in Berlin Mitglieder der SED gegen die Politik des Magistrats. Einige drangen in den Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung ein.

Nach den letzten Ereignissen im neuen Stadthaus, die eine weitere Tätigkeit der Berliner Stadtverordnetenversammlung in Frage stellen, hat Dr. Suhr in einem Schreiben an General Kotikow die Frage gestellt, wieweit er sich für den Schutz der gewählten Berliner Volksvertretung im Bereich des Stadthauses verantwortlich fühle. Weiter hat Dr. Suhr auf die Notwendigkeit hingewiesen, das Stadtparlament an anderer Stelle tagen zu lassen, wenn der russische Kommandant keine ausreichenden Schutzmaßnahmen garantieren könne.

General Clay erklärte: "Aktionskomitees werden nicht den Teil Berlins übernehmen, über den wir zu bestimmen haben."

Der Vorsitzende der SED, Wilhelm Pieck, forderte den Abzug der westlichen Alliierten aus Berlin. Er wandte sich gegen den Ausdruck Blockade für die sowjetischen Maßnahmen. Blockade in Berlin brauche zu hungern oder zu frieren, sagte Berlin wenn der Magistrat mit der sowjetischen Besatzungsmacht zusammenarbeite.

Der Parlamentarische Rat in Bonn trat zusammen. Fr wird die Vorschläge der Kommission von Herrenchiemsee zur Ausarbeitung eines Grundgesetzes für den Deutschen Staat beraten.