In Freiburg fand der erste Nachkriegskongreß der deutschen Neuro-Chirurgen statt. Hauptsächlich wurden die Kriegserfahrungen auf dem Gebiet der Neuro- und Gehirnchirurgie ausgetauscht.

Der amerikanische Atomforscher Professor Oppenheimer erklärte in Kopenhagen, daß in Amerika eine Maschine hergestellt werde, mit deren Hilfe man kosmische Strahlen künstlich zu produzieren hofft. Neuere Forschungen hätten bewiesen, daß die kosmischen Strahlen, die als Quelle des Lebens auf der Erde angesehen werden, auch Schwermetalle wie Calium und Eisen enthielten.

Gustaf Gründgens gab in Düsseldorf eine Erklärung über die finanzielle und künstlerische Situation des dortigen Theaters. Die wirtschaftliche Lage sei gesichert, das Abonnement für die kommende Spielzeit schon wieder ausverkauft. – Der Etat der Städtischen Bühnen wurde seit der Währungsreform um ein Drittel gekürzt. Der Spielplan sieht diesmal eine mehr oder weniger konservative Linie vor. Immerhin werden zwei Einakter von Jean Giraudoux zur deutschen Erstaufführung gelangen. Gustav Lindemann soll eine Uraufführung von Julius Maria Beckers, "Das Mahl des Herrn", inszenieren.

Das zweite Theater der Stadt Göttingen, die "Kammerspiele", wurde mit Zuckmayers "Des Teufels General" eröffnet.

Im "Deutschen Theater" Berlin fand anläßlich des 75. Geburtstages Max Reinhardts eine Gedenkfeier statt. Eduard v. Winterstein hielt die Gedenkrede; Werner Hinz las aus einem Vortrag Max Reinhardts, den er 1927 vor der Columbus-Universität gehalten hatte.

"Unser Mittwochabend", der erste Film der Ondia-Filmproduktion, wurde in Düsseldorf uraufgeführt. Die Regie dieses Gesellschaftsfilms, mit einer Gruppe Menschen im Mittelpunkt, die sich zu regelmäßigen Ausspracheabenden zusammenfindet, hatten Werner Illing und Georg Krause, die Hauptrollen spielten Gerty Soltau, Karl John und Hans Nielsen.

"Lang ist der Weg" – Ein Film der IFO (München), der das Problem heimatloser Juden behandelt, erlebte im Berliner Marmorhaus seine Welturaufführung. Die Hauptrollen sind mit Bettina Moissi, Israel Becker, Paul Dahlke und Otto Wernicke besetzt. (Regie: Herbert Fredersdorf.)