Über 5 Mill. Arbeiter beteiligten sich an dem zweistündigen Generalstreik in ganz Frankreich, der von den drei großen Gewerkschaften ausgerufen worden war.

Die französische Nationalversammlung hat in einer Abstimmung beschlossen, die Kantonalwahlen im März nächsten Jahres abzuhalten. Dadurch wurde der Einspruch des Rates der Republik hinfällig. Darauf gingen die Abgeordneten sechs Wochen in Ferien.

In dem zweiten "Neo-Naziprozeß" in Graz gegen dreizehn Angeklagte, die sich wegen ihrer Beteiligung an der 1947 in Österreich aufgedeckten neo-nazistischen Organisation, zu verantworten hatten, wurden Strafen von ein bis fünfzehn Jahren verhängt. Im ersten Prozeß gegen die Hauptangeklagten waren zwei Todesurteile ausgesprochen worden.

"Das faschistische Spanien ist eine Schwächequelle der weltlichen Demokratien", erklärte der Staatssekretär im britischen Außenministerium, Mayhew. Die britische Regierung beabsichtige nicht, ihre Haltung gegenüber Spanien zu ändern.

Präsident Perón erklärte, daß ausländische Finanziers, unterstützt von argentinischen Verrätern, ein Attentat gegen ihn vorbereitet hätten. Er bezeichnete die Attentatspläne als Versuch, "die Tragödie von Bogota" zu wiederholen. Den ehemaligen Kulturattaché der USA-Botschaft in Buenos Aires, Griffith, nannte Perón einen "elenden internationalen Spion", der sich als Diplomat getarnt habe.

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In Washington und London wurde berichtet, daß eine Geheimkonferenz der Leiter der sowjetischen Satellitenstaaten mit Stalin auf der Krim abgehalten worden sei.