Der polnische Minister für öffentliche Verwaltung und frühere Präsident der Regierung Polens, Osubka Morawski, schied aus dem Exekutivausschuß der sozialistischen Partei aus. Als Grund für diesen Schritt Morawskis wurden Meinungsverschiedenheiten über den bevorstehenden Zusammenschluß der sozialistischen mit der kommunistischen Partei angegeben.

Achtzehn ehemalige Mitglieder der tschechoslowakischen nationalen Partei, die in Prag verhaftet wurden, sollen eingestanden haben, seit Februar eine Aufstandsbewegung vorzubereiten.

In Regensburg wurde bekanntgegeben; daß etwa 200 tschechische Flüchtlinge täglich die deutsch-tschechische Grenze überschreiten. Sie werden in Flüchtlingslagern aufgenommen.

Der Patriarch Alexei von Moskau gab bekannt, daß der orthodoxe Bischof von Lemberg "von einem Mitglied der nationalistisch bürgerlichen ukrainischen Untergrundbewegung, einem Sendling des Papstes", ermordet worden sei.

Zwischen Österreich und Jugoslawien wurde ein Abkommen über die Repatriierung aller noch in jugoslawischen Händen befindlichen österreichischen Kriegsgefangenen abgeschlossen. Demnächst soll ein Handelsabkommen unterschrieben werden, durch das Jugoslawien sich einige jenerwichtigen Importe sichern will, für deren Einfuhr es sich bisher hauptsächlich auf Rußland verlassen mußte.

Das Arabische Hohe Komitee gab in Damaskus die Bildung einer Palästina-Regierung mit Sitz in Gaza bekannt.

König Abdullah von Transjordanien gab zu verstehen, daß er die Bildung einer arabischen Palästinaregierung als merkwürdig und schwerwiegend betrachte. Er sagte, seiner Ansicht nach sollten sich die Regierungen der arabischen Länder, nicht mit dieser Sache befassen.