Von Martin Kessel

Die Entwicklung technischer und wohl auch menschlicher Dinge geht nicht so vor sich, daß sich mühelos eines aus dem andern entwickelt, sondern meistens derart, daß mit jedem erfolgreichen Schritt auch ein bedenkliches Zugloch entsteht, eine gleichsam von allerlei Wirbeln und Gegenkräften beunruhigte Frage, die es stets mitzubeachten, stets mitzubehandeln und gegebenenfalls mitzubeantworten gilt.

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Die Technik ist virtuos, sie täuscht uns über die in ihr versteckten Gefahren.

Die Geschwindigkeit ist das Opium der Technik, dadurch gerät sie ins Träumen.

Die Technik ist ein organisierter Notbehelf, der seinerseits Notzustände hervorruft, wahrscheinlich, um auf diese Weise wieder die moralischen Kräfte zu wecken.

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