Der Streit um die letzte Ruhestätte von Johann Sebastian Bach wurde durch den einstimmigen Beschluß des Leipziger Stadtverordnetenparlaments dahin entschieden, daß der Sarkophag des Thomaskantors aus der völlig zerstörten Johanniskirche in die Thomaskirche, die ehemalige Wirkungsstätte Bachs, überführt werden soll.

Der Direktor des Komitees für die christliche Annäherung an die Juden im internationalen Missionsrat, Dr. Conrad Hoffmann, gab auf der Arbeitstagung „Kirche und Judentum“ da „Deutschen evangelischen Ausschusses für den Dienst der Kirche an Israel“, die vom 11. bii 15. Oktober in Darmstadt stattfand, einen umfassenden Überblick über die gegenwärtige Lage des Judentums in der Welt. Ein Drittel alle? Juden sei durch den Nationalsozialismus ausgerottet worden.

Professor Karl Hofer, der Leiter der Berliner Hochschule für bildende Künste, wurde zu seinen siebzigsten Geburtstag zum Ehrendoktor der philosophischen Fakultät der Universität Berlin ernannt.

Professor Sigmund von Hausegger, der von 1933 als Beethoven- und Bruckner-Dirigent einen großen Ruf besaß, ist am Dienstag im Alter von 76 Jahren in München gestorben.

Die erste Nachkriegslieferung des „Deutschen Wörterbuches“, das vor hundert Jahren die Brüder Grimm begonnen und an dem schon viele deutsche Germanisten-Generationen gearbeitet haben, legt jetzt der Verlag Hirzel in Leipzig von.

Die finnische Dichterin Hella Wuolijoki hat gegen Bert Brecht, dessen neues Stück „Herr Puntila und sein Knecht“ in Zürich uraufgeführt wurde, den Vorwurf erhoben, sich fremdes Eigentum angeeignet zu haben. Du Recht der deutschen Erstaufführung wurde sowohl von den Münchner Kammerspielen all auch vom Deutschen Schauspielhaus in Hamburg übernommen.

In diesem Monat begeht das berühmte Moskauer Künstlertheater sein fünfzigstes Jubiläum. Am Jubiläumstage führt das Theater die Tragödie von A. Tolstoj: „Zar Fedor Iwanowitsch“ auf – die Eröffnungspremiere des Theaters vor 50 Jahren.