Neuer amerikanischer Film in Hamburg

Her können die deutschen Drehbuchautoren und Filmregisseure, die es auf leichte Kost, auf Revue, Operette, Kabarett angelegt haben, etwas lernen: wie in diesem amerikanischen Film der Paramount „Musik – Musik“, der jetzt in den Harvestehuder Lichtspielen zur Erstaufführung gelangte, getanzt, gesungen, geflirtet und in kaum noch zu überbietender Operettensentimentalität gemacht wurde – das war voller Rhythmus und voller Einfälle. Ein Film, in dem sich die Amerikaner ebenso wie im „Großen Bluff“ selbst übertrafen, durch eine Überpointierung, die man einfach nicht mehr ernst nehmen und der man deshalb auch nicht böse sein kann. Freilich präsentiert dieser Film auch ganz große Stars: Bing Crosby ersingt sich die Liebe eines Blumenmädchens (Maryorie Reynolds) und Fred Astaire steppt und tanzt mit ihr direkt bis in die Filmateliers von Hollywood hinein. Die Musik schrieb Irving Berlin. Die Regie van Mark Sandrich ließ sich von ihrem Rhythmus leiten. P. H.

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„Affaire Blum“, der neueste Defa-Film, wurde im Babylon-Theater in Berlin uraufgeführt. Das Drehbuch schrieb R. A. Stemmle, die Regie führte Erich Engel.