Psychologie, An sich, bringt Massenpsychologie und es ist anzunehmen, daß auch sein Verleger Lehrer v und künstlerische Besaute "zÄlcIn, und Bücher sind geistiges Brot — und Brot wird in den verschiedensten Formen, aus den versduedensten Mehlsorten, mit verschiedensten Geschmacksnuancen gebacken. Alle Arten zusammen bilden "das Brot" schlechthin, und dieses ist ein Massenverbrauchssft tikel, Die Wahl der A r t , hängt ab von den Ernährungsbedürfnissea, der Kaufkraft und dem Geschmack des Käufers, So auch regelt lieh das Verhältnis der Masse zum Buch. Eine, Statistik über dieses Verhältnis gibt freilich erst in zweiter Linie soziologische Aufschlüsse, ln erster Linie verrät sie psychologische Gegebenheiten; denn das Buch ist ja geistige Kost und seelische Nahrung. Für eine solche Sta tistik ist demnach voräHetn diePsychologie als auswertende Instanz zustäadi r, die Massenallerdings kauitrjemais neue Erkenntnisse zutage. Ihre Tatsachen sind so alt wie die Masse selbst, interessant wird e erst, wo sie gleichsam sidi selbst aufhebt, indem sie rajt: naäuea Kuriositäten überrascht und individuelle Sonderheiten aufdeckt. Es können auch Sonderheiten von Gruppe, Schichten und Kategorien sein, Das Institut für Marktforschung und Marktermittlung "JSMNID" in Bielefeld hat nach den bekannten Methoden der Massenbefragung eine Statistik üb;r "Das Buch im Spiegel "3er öffentlichen Meinung" aufgestellt. Audi hier kann das Ergebnis praktisch nur den interessieren, der wissen möchte, was er wem anbieten muß, um gute Geschäfte zu machen. Ein Autor hingegen, 4er nur schreibt, was er aus seinem besten Wissen und Können gestalten katin und muß, wird sich immer darüberim klaren sein, daß er mit einem begrenzten Leserkreis zu rechnen hat, der ihm auch dem Wesen nach so ziemlich Jbekannt ist; darüber keinen Zweifel hegt. So bleibt also als bester Gewinn auch" djeser "öffentlkhen Meinungs" Statisük das psychoiogisie Bild; in dein wiederuBi x die ttaerwaaeteft Einasetfafben Äeflexe das Interessant, Unterhaltsame tmd eventuell Belehrende sind.

Aus diesem Grunde — nicht nur wegen der Überfülle der detaillierten Feststellungen, die s unmöglich macht — ist es nicht nötig, auf alle gestellten Fragen und gesammelten Antworten einzugehen. Es genügt die auffallendsten Facta uhd die besonderen kleinen, Obetraschunen herauszugreifen <:So dürfte es beispielsweise nie- maaden erstaunen, daß auf die Frage "Würden Sie gsrn Bücher besitzen?" den größten Prozentsatz der bejahenden Antworten die freien Berufe stellen, denen ja (wie den am dritten Platz stehenden "Selbständigen") die meisten geistigen As beiter angehören; den zweitgrößten die Angestellten, zu denen auch Universitätsdozenten, daß die größte Anzahl der Neinsager bei den Bauern, der an dieser Frage, gar sacht Jnttr essierten, bei den Landarbeitern zafiadea ist. Gegenüber der Frge nach den Benutzern "vpä