In Hamburg fand eine Konferenz der Kultusminister und Hochschulrektoren statt, auf der die Hochschulreform eingehend besprochen wurde. Innerhalb dieses Themas wurde als erstes eine Reform des Lehrbetriebes gefordert, der die in den ‚meisten Fällen verlorengegangene Verbindung zwischen Professoren und Studenten wiederherstellen soll. In einer weiteren Auseinandersetzung ging es um einen Ausgleich zwischen universaler Allgemeinbildung, die dem Studenten von heute auf alle Fälle wieder vermittelt werden soll und dem ebenso nötigen Spezial wissen im einzelnen Fachgebiet. Es wurden für die Studenten aller Fakultäten zwei Semester Philosophie, Psychologie, Geschichte, Soziologie und Volkswirtschaft als Pflichtvorlesungen vorgeschlagen. Wilhelm Furtwängler, der vom Chikagoer Symphonieorchester zu einer Reihe von Gastkonzerten eingeladen ist, wurde aus diesem Anlaß Gegenstand heftiger Protesterklärungen seitens amerikanischer und in Amerika lebender Musiker. Die Proteste berufen sich auf die Beschuldigungen, gegen die Furtwängler sich längst rechtfertigen konnte und von denen er durch die zuständige Untersuchungsinstanz restlos freigesprochen wurde. Andere namhafte Künstler Amerikas wandten sich lebhaft gegen die Protestaktion. So erklärte der berühmte Geiger Jehudi Menuhin in einem Telegramm an die Leitung des Orchesters mit diesem nicht mehr konzertieren zu wollen, wenn die bereits getroffene Abmachung mit Furtwängler rückgängig gemacht würde. Wie Menuhin andeutet, scheint es sich weniger um politische Motive als um... „kollegiale“ Bedenken zu handeln.

Von Gerhard Marlis ist in dem Verlag Dr. Ernst Hauswedell & Co., Hamburg, eine Orpheus-Mappe mit zehn Holzschnitten zu den Versen des Ovid erschienen, die in 150 Exemplaren von der Landeskunstschule, Hamburg, auf Bütten gedruckt wurde und als Beilage ein Heft mit dem lateinischen und deutschen Text auf Bütten enthält. Der in der Literaturbeilage der „Zeit“ vom 9. Dezember wiedergegebene Holzschnitt „Orpheus“ aus. dem Buch „Deutsche Holzschneider“ des Drei-Eulen-Verlages entstammt dieser Mappe.

Die 1948 durch die Britische Research Branch in Göttingen gegründete Otto-Hahn-Bibliothek wurde von der Max-Planck-Gesellschaft übernommen und mit ihrer Zentralbibliothek vereinigt. Die Otto-Hahn-Bibliothek verfügt über einen – großen Bestand in- und ausländischer Literatur, zu der die Rockefeller-Gesellschaft Zeitschriften und wichtige neuerschienene Bücher des Auslandes stiften wird.

Alexander Ostrowskijs Komödie „Eine Dummheit macht, auch der Gescheiteste“ – eine kritische Studie der russischen „Gründerjahre“ – in der Übersetzung von Johannes von Günther, wurde unter der Regie von Aribert Wäscher im Theater am Schiffbauerdamm in Berlin zum ersten Male in Deutschland uraufgeführt.