Der Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Biochemie und des Physiologisch-Chemischen Instituts der Universität Tübingen, Professor Butenandt, hat den vor einiger Zeit an ihn ergangenen Ruf an die Universität Basel abgelehnt. Professor Butenandt begründet seine Ablehnung mit der starken Verpflichtung, die er gegenüber der deutschen Jugend und der deutschen Wissenschaft in der gegenwärtigen Situation empfindet.

„Als der Krieg zu Ende war“, ein neues Drama des jungen Schweizer Dramatikers Max Frisch, der durch seine Schauspiele „Nun singen sie wieder“ und „Die chinesische Mauer“ auch in Deutschland bekannt wurde, ist unter der Regie von Kurt Horwitz mit Brigitte Horney in der-Hauptrolle in Zürich uraufgeführt worden.

Aus dem neuen Tagebuchwerk Ernst Jüngers „Strahlungen“ brachte Radio Frankfurt in der Sendereihe „Das Abendstudio“ von Dr. Gerhard Nebel zusammengestellte Auszüge. Dieses bisher noch unveröffentlichte Werk Jüngers wird im Frühjahr in der Schweiz erscheinen.

Das Fundament einer dreischiffigen Basilika am der Merowingerzeit wurde bei Ausgrabungen in der Umgebung von Speyer aufgefunden. Kirchliche Bauten aus dieser Zeit sind bisher in Deutschland selten nachgewiesen worden.

„Das Mädchen Christine“, ein neuer DEFA-Film, wurde in Berlin unter der Regie von Arthur-Maria Rabenalt uraufgeführt. Der Film schildert die Geschichte eines jungen Mädchens im Dreißigjährigen Krieg, das als Mann verkleidet einem Offizier folgt, bis es enttäuscht durch sein menschliches Versagen, ihn im Duell tötet. Neben Petra Peters als Mädchen Christina spielen Wolfgang Lukschy und Tilly Lauenstein die Hauptrollen, Das Drehbuch schrieb Frank Clifford.

„Die Spieldose“, ein Drama aus dem Nachlaß Georg Kaisers, das im besetzten Frankreich des letzten Krieges spielt, wurde in Schwerin unter der Regie Erich Geigers uraufgeführt.

Ein bisher unbekanntes Mysterienspiel von Gabriele D’Annunzio „Der Kreuzzug der Ulf schuldigen“ wurde zur Feier des zehnten Todestages des Dichters in Rom uraufgeführt.

In Moskau ist ein Museum zu Ehren des berühmten, vor 10 Jahren verstorbenen Leiters des Moskauer Künstlertheaters und Verfassers des in alle Kultursprachen übersetzten Buches: „Mein Leben in der Kunst“, K. S. Stanislawsky, eröffnet worden.