Der Krieg hat mit seinen Auswirkungen in der amerikanischen Aluminiumindustrie das Monopol der Aluminium Co. of America gebrochen. Was vor dem Krieg im Verlaufe vieler Antitrustklagen gegen diesen wichtigsten amerikanischen Aluminiumproduzenten nicht zu erreichen war, die Erschütterung der Machtstellung der ALCOA, hat sich jetzt zwangsläufig dadurch ergeben, daß im Krieg neue Erzeuger auf den Plan getreten sind; die sich des Wohlwollens der amerikanischen Regierung erfreuen. Außerdem wurde die amerikanische Regierung selbst zum Aluminiumerzeuger, indem sie eine Reihe großer Erzeugungsanlagen mit Steuergeldern baute, die im Krieg zum Teil von der ALCOA in Regie betrieben wurden.

Wie jetzt berichtet wird, hat die ALCOA die regierungseigene Anlage in Massena im Staate New York für fünf Mill. $ erworben. Sie hat sich dafür allerdings verpflichten müssen, den anderen Aluminiumerzeugern ihre Legierung patente sowie andere wichtige Verfahren in der Erzeugung und Weiterverarbeitung ohne Gegenleistung zu überlassen. Die Kapazität der Ge“ samtanlagen der ALCOA wird durch diese Neuerwerbung keine Steigerung erfahren, denn ein Teil der Rohaluminiumkapazität aus den Anlagen der ALCOA in Massena wird auf das neue Werk übertragen werden. Die stillgelegten Werksteile in der alten Anlage der ALCOA werden jedoch für den Fall eines „nationalen Notstandes“ in Bereitschaft gehalten werden. Mit dieser Transaktion hat die USA-Regierung über alle von ihr im Krieg erbauten Aluminiumwerks disponiert. Die amerikanische Aluminiumerzeugung, die sich auf die ALCOA und die im Krieg neu erstandenen Erzeuger, die Reynolds Metal Co. und die Permanente Metal Co. des Schiffbauers Henry Kaiser verteilt, ist jetzt wieder vollständig in privaten Händen. h. b.