Dand der Spante! Sambo sehen seit ein paar Tagen ihren Herren noch seltener als sonst; neugierig Besucher dafür arn so mehr. Es Hegt etwas Ja der Luft im Hause Im Dol 43 in Berfin Dahfemf "Das ist das rste Wort, das Ich davon höre", sagte zwar Geasral Clay zuden Berichten aus Washingtoa, die seine Abberufung als Militärgauveraet der amerikaräsdien Besätzwngszoae voraussagen, aber man weißy daß der 51jährige Vier Steiae Geaeral mit dr römischen Hakennase und dea graumelierten Schläfen in Verhandlungen mit Alliierten wnd Gegnern gelernt hat, seine wahren Gedanken hinter einem Lächeln zu verbergen. Und es ist kein Geheimnis, daß Außenminister Acheson für Generale nicht das fable eines Marshalls besitzt. Es liegt etwas in der Luft. Nicht nur in der Dahiemer Villa.

1919 absolvierte Lucius DuBignon Clay als Angehöriger des Pionier Corps mit Erfolg Westpoint, heiratete die charmante Tochter eines nordamerikanischen Industriellen, Marjorie McKeown, und bis zum Kriegsausbruch 1939, den erals Hauptmann erlebte, geschah nichts, was seinen Namen außerhalb der Armee hätte bekannt werden lassen. Erst das "Wunder von Cherßourg", bei dem Clay in 48 Stunden die Umschlagskapazität des Hafens verdoppelte, wofür ihm Eisenhower skeptisch 20 Tage eingeräumt hatte, brachte den Wendepunkt seines. Lebens. Er wurde Mitarbeiter mtd Freund von Eisenhower tmd Byrnes. Und als er im März 1947 als General und Nachfolger McNarneys Militärgouvernear für Deutschland wurde, rückte er eigentlich nur offiziell in eine Stelle ein, die er inoffiziell bereite seit Kriegsende innegehabt hatte "General Clays atrßerordeatlicn hohe Fähigkeiten eignen sich besser für die deutsche Situation als für die unsrige", schrieb damals die Washington kratie durch unverzügliche Newbelebung des Parteibetriebes und ausgeschriebene Wahlen zu organisieren "Die Aufgabe erfordert autoritäre Haltung In der Tat verficht der Urgtoßnefre Henry Clays stm; len aristokratischen Südstaaten, der an Stelle der berühmt gewordenen Koripromißziganren täglich mehr als zwei Päckchen Zigaretten ratscht, sehte demokratische Überzeugung nicht nur mit der Präzision ein Technikers, sondern auch aät ausgeprägt autokratischem Temperament, General Claf, so sagt man, hat mehr Feinde als Freunde. Selbst in seinem Stabe ist der "Chef eher geachtet als beliebt. Ohne Zweifel verfehlt der "erste amerikanische Vizekönig mit seiner erstaunlichen Arbeitsfähigkeit, seinem exakt arbeitenden Geist, seiner Härte gegen sich und seine Untergebenem nie, seiner Umgebung Respekt n2ufic5en, Er ist SoMat uad Ingenieur, Seine Wh ist Disziplin, sein Wort Befehl, "Wenn tenzen streiten, säumt er keine Sekunde, von sich aus eine Entscheidung zu treffen. Nicht überall wird dieses anerkannt "Herr General die französische Wochenzeitung Carrefour besorgt, als Clay im Anfangsstadiiam der Berliner Krise die Sammethandschuhe auszog, "können Sie tatsächlich Poker spieten?" Der Mann, dem mehr als jedem anderen die Berliner die Luftbrücke und also ihre Rettung verdanken, und der lächelnd erklärte: "Ich werde diese Stadtniemals vlassen. Es macht mir viel zu viet Spaß hier sieien", versteht etwas von. Poker.

Trotz allem aber steht General Clays Deutschlandpolitik untei einem an glücklichem. Sterns detn außenpolitischen Zickzackkars des Weißen Haus, Ob der General al J diese Kurslndienjugen von der Roosevelt Morgenthausc&en Ära über Byrnes tind Marshall bis Acheson jedesmal mit innerer Bereitschaft gefolgt ist faßt sich aus seinen Handlungen mit Sicherheit nicht schließen. Auf jeden Fall aber fanden die Schwenkungen ihrem Nledersctslag in seinen Worten: "Wir wer"d;n dea Deutschen", so sagte Glay im Juni 1945, "klarmachen, daß sie diese Leiden, ober sich und die Welt üurdi ikre eigene Schuld gebracht haben Und drei Jahre später, als der kalte ECrieg sein Adjektiv za verliere drohte, labte der gleiche General, "daß ia. DeatscMa n<J starke Kräfte bereit sind, für Freiheit unJ Deiootratie re kämpfen and notfalls sogar z sterben, C, , 1, fragte