Esist gewiß förderlich, von Zeit zu ZeitVeröffentlichungen wie dieses Buch von Philipp Lersch "Vom Wesen der Geschlechter", Erasmus-Verlag, München, zu lesen, auch wenn sie nicht neues anthropologisches Wissen vermitteln. Im Hinblick auf die Überschneidungen der biologischen und philosophischen Neuerkenntnisse bleiben Schriften über das Wesen der Geschlechter wichtig, selbst wenn man, wie in dieser, einen Irrtum darin zu sehen meint, daß eine Betrachtungsweise dem männlichen Geschlecht Überlegenheiten zuteilt, die durch Erfahrungen aus den letzten Jahrzehnten erschüttert sein dürften.

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Chinesische Liebesnovellen" veröffentlicht Werner Eichhorn im E.-A.-Eriksen-Verlag (Bonn 1948). Es sind keine "echten" chinesischen Novellen, sondern nachempfundene, frei erfundene. Aber sie tragen den Stempel der Glaubwürdigkeit, des Typischen und Charakteristischen im Sinne sozusagen "geistiger" Wahrheit. Echt ist auch die dichterische Potenz, die sich hier in gepflegtester Sprache vorstellt. Reproduktionen neuzeitlicher chinesischer Holzschnitte zieren das anmutige Büchlein.