Die Wiederaufnahme des Werkes "Abraxas" von Werner Egk fordert die Landesgewerkschaft der geistig und kulturell Schaffenden im Bayrischen Gewerkschaftsbund. Sie bezeichnet den eigenmächtigen Eingriff des Ministers Hundhammer, der das Stück vom Spielplan der Münchener Staatsoper hatte absetzen lassen, als Rechtsbruch und Verstoß gegen die Verfassung. Es wird geltend gemacht, daß unmöglich der persönliche Geschmack eines einzelnen maßgebend sein könne für die Spielplangestaltung eines aus öffentlichen Mitteln unterhaltenen Kulturinstituts.

Die Paul-Klee-Ausstellung der Hamburger Kunsthalle wurde des ungewöhnlich starken Interesses wegen bis zum 13. Februar verlängert.

Für das Wiener "Internationale Musikfest" im Frühsommer des Jahres ist die Uraufführung von Paul Hindemiths Septett für Bläser und die szenische Aufführung von John Grays "Beggars Opera" in der Bearbeitung Benjamin Brittens vorgesehen.

Zu einem dreimonatigen Besuch in Abessinien lud der Negus den Ordinarius für orientalische Sprachen an der Universität Tübingen, Prof. Littmann, ein. Prof. Littmann soll bei der Gründung einer äthiopischen Akademie in Addis Abeba als Berater mitwirken. – Der frühere Ordinarius der Hamburger Universität, Helmut Ritter, der jetzt in Istanbul tätig ist, wurde zum korrespondierenden Mitglied der syrischen Akademie der Wissenschaften in Damaskus gewählt.

Ortega y Gasset wird auf Einladung des Hamburger Bürgermeisters Brauer an der Goethefeier in Hamburg in diesem Sommer teilnehmen.

"Die Frau am Weg" – ein Film der Willy-Forst-Produktion nach einer Skizze von Georg Kaiser – gelangte in Düsseldorf zur deutschen Erstaufführung. Die Handlung des Films spielt unmittelbar nach dem Anschluß Österreichs an Deutschland in einem Gebirgsdorf in Vorarlberg. In der Hauptrolle: Brigitte Horney, Regie Eduard von Borsoday. – Der erste Film mit Jenny Jugo seit 1945 "Träum nicht Annette" – zugleich der erste Defa-Film, der weder zeitnah noch historisch ist – wurde in Berlin uraufgeführt. Die Regie führt Eberhard Klagemann. Max Eckardt, Karl Schönböck und Helmuth Rudolph spielen die drei verliebten Partner der jungen Sprachlehrerin Jenny Jugo.

Hans Carossa las in München "Worte über Goethe", einen kurzen Abschnitt aus dem noch nicht veröffentlichten Teil seiner Selbstbiographie, die die letzten sechzehn Jahre seines Lebens umfaßt.