Präsident Trumans Fair Deal, die in der Antrittsrede des Präsidenten verkündeten sozialpolitischen Maßnahmen, fanden, im amerikanischen Kongreß nur wenig Zustimmung. Bevor nicht die Wirtschaftspolitik der Regierung für die nächste Zeit festgelegt sei, so argumentierten viele Abgeordnete, könne über Trumans Pläne für die Erhöhung der sozialen Sicherheit und für die Erweiterung der öffentlichen Arbeiten nicht entschieden werden.

Außenminister Acheson erörterte mit den Mitgliedern des außenpolitischen Ausschusses des Senats den geplanten Atlantikpakt. Es konnte jedoch keine Einigung erzielt werden. Der Vorsitzende des Ausschusses, Senator Connally, sagte, es sei noch nicht einmal ein vorläufiges Übereinkommen erzielt worden. Es werde auf jeden Fall noch einige Zeit dauern, bevor der Entwurf des Atlantikpaktes veröffentlicht werden könne.

Bei den Besprechungen zwischen den Ministerpräsidenten der drei skandinavischen Staaten in Oslo scheiterten endgültig alle Versuche, ein skandinavisches Verteidigungsbündnis zu schaffen.

Auf dem Jahreskongreß der norwegischen Arbeiterpartei, die über die Mehrheit im Parlament verfügt, wurde beschlossen, daß Norwegen sein Sicherheitsproblem durch Zusammenarbeit mit den westlichen Demokratien auf dem Gebiete der Verteidigung lösen müsse.

Der schwedische Ministerpräsident, Erlander, erklärte: "Es ist leicht, zu sagen, wir können uns nicht aus einem kommenden Krieg heraushalten, aber wir sind nicht dieser Ansicht." Erlander betonte, der Beschluß der norwegischen Arbeiterpartei, die Politik der Regierung zugunsten eines Atlantikpaktes zu unterstützen, bedeute, daß die Teilung Skandinaviens Tatsache geworden sei.

"Die Aussicht, daß die USA ihre Truppen aus Japan zurückziehen könnten, beunruhigt uns weiter nicht", erklärte der japanische Ministerpräsident Yoshida. "Von Wladiwostok nach Moskau gibt es nur eine einzige Eisenbahnlinie. Die russische Gefahr scheint mir aus diesem Grunde nicht sehr akut zu sein."

*