Der Weinherbst 1948 brachte in Frankreich einen hohen Mengenertrag bei durchschnittlich geringen Qualitäten. Fachleute schätzen den Gesamtertrag (einschl. Algerien, mit 12 Mill. hl) auf 75 Mill. hl. Im "Midi" wird das Ergebnis auf 20 Mill. hl gegenüber 14 Mill. im vergangenen Jahr geschätzt. In vielen Fällen stellte sich der Mengenertrag auf 10 000 Liter je Hektar. Das sind also außergewöhnlich hohe Erträge.

Bei einer Einwohnerzahl von rd. 41 Mill. entfallen daher in Frankreich von der vorjährigen Ernte rd. 1,9 hl (1900 Liter) "auf den Kopf der Bevölkerung", Säuglinge, und Greise mitgerechnet. Es ist unmöglich, daß Frankreich diese Mengen verbrauchen kann, zumal noch beachtliche alte Bestände vorhanden sind.

Die französischen Weinexporteure bemühen sich nun, erhöhte Weinausfuhren zu erreichen und neue Absatzgebiete zu erschließen. Man versucht insbesondere, zunächst. etwa 200 000 hl "kurante"Weine (also Konsumweine), nach Deutschland zu liefern.

J. K.