"T k friedliche Seefahrt ist in der Ostsee zu einer gefährlichen Angelegenheit geworden: dk russische Regierung hat ihre Hoheitsansprüche Über dia übliche Dreimeilenzone hinaus auf zwölf Seemeilei ausgedehnt. Diese Ansprüche auf eine Zwölfmeilrazone hat Rußland schon immer gestellt, und sie waren ihm auch — mit Ausnahme der Ostsee — für die übrigen an das Land angrenzenden Meere, (in Sibirien, Ostasien und im Schwarzen Meer) zugebilligt worden. In der Ostsee jedoch hat diese russische Haltung nicht nur gefährliche, sondern auch groteske Zustände herbeigeführt. So liegt beispielsweise das dänische Feuerschiff "Gjedser Rev", welches zehn Meilen von der deutschen (sowjetisch besetzten) Küste seinen Standort hat, heute in "russischen" Hoheitsgewässern. Dk Ostsee ist taum groß genug, den sowjetischen Machtansprüdien z>u genügen! Wiederholt sind in den letzten Wochen deutsche, dänische, schwedische und holländisch? Fischerboote, von leichten russischen Seestreitkräften angehalten un d gezwungen worden, nach Königsberg, Danzig oder Swinemünde zu fahren. Kapitäne und Besatzungen wurden langen Verhören unterzogen, ehe sie wieder auslaufen konnten. So ist diese russische Maßnahme in der Oste praktisch zu einer Behinderung der Schiffahrt geworden. Von den Nationen, deren Schiffe dieser "Gefahr am meisten ausgesetzt sind, liegen bisher noch keine offiziellen Stellungnahmen vor. Lediglich ein englischer Kapitän stellte resigniert fest: "And why sbouldnt the Russiansf Who, die Russen nicht? "jr, in Te ufelsnamen, wird sie Steppen?) Hoff a? lieft ist diese private Äußerung eines briti chen Seemanns nicht auch Ansi für die offizielle Meinung seines Landes. M. 4 uck